Wahlmaschine läuft, Wahlempfehlung kommt.

Mir fällt gerade wieder ein schlauer Satz ein: Parteien sind Zweckzusammenschlüsse, deren erstes und wichtigstes Ziel darin besteht, wiedergewählt zu werden. Oder überhaupt mal gewählt zu werden. In der Hinsicht sind sich die Parteien ziemlich ähnlich. Und trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind mir jetzt aber egal, ich wähle diesmal mit Bauch UND Verstand. CDU? Gegenfrage: Warum? FDP? Hahaha, der war gut. Grüne? Nichts gegen Trittin, aber die Künast und die Roth gehen mir so auf die Nerven, das geht nicht. Rechte Parteien sowieso nicht, die mögen zwar nicht verboten sein, aber ich wähle mir doch nicht selbst die SA ins Haus. Piraten? Tja, auf jeden Fall cooles Wahlplakat. Und vor zwei Jahren oder wann das war, da hätte ich die auch sofort gewählt. Leider haben sie mittlerweile gezeigt, dass sie nicht nur ein Haufen von ziemlich unberechenbaren Individuen sind, sondern mit Menschen nicht sehr liebevoll umgehen. Das muss sich erstmal ändern, bevor ich mir das noch mal überlege. Bleibt: Die Linke. Als mauergeschädigter Urberliner nehme ich es ihnen immer noch übel, dass der Cut zu früher so zaghaft durchgeführt wurde. Aber wenn man wirklich will, dass sich in diesem Land etwas ändert, dann sollte man sich von der CDUCSUFDPSPDGrüne-Fraktion nicht immer einreden lassen, man habe es hier mit Undemokraten zu tun, denen man auf keinen Fall seine Stimme geben sollte. Aber das nur so unter uns.

Verzweifelte Wahlversprechen!

Fotografiert von Martin Böttcher
Man merkt: Bei der Bunte-Kuh-Wahl am 27. September geht es wirklich um jede Stimme. Die Parteien sind sogar so verzweifelt, dass sie glauben, Wähler zu gewinnen, wenn sie sich für oder gegen Techno stark machen. So wie Ingo Schmitt, gesehen in Berlin. Oder sollte das doch wieder eine Art von Wahlplakateverstümmelung sein? Es scheint nämlich jeweils der selbe Layouter am Werk gewesen zu sein. Bei den verschiedenen Schmitt, Ingo-Plakaten wäre das ja noch logisch zu erklären: Read and rave on nach dem Klick ...