Mar 2014
Lil Louis stellt in seiner House-Dokumentation die entscheidenden Fragen
26. Mar 2014 - Floor: Kunst
Seit sieben Jahren sitzt Lil Louis, einer der Pioniere der House Music und Macher des genialen French-Kiss-Tracks, an seiner ultimativen House-Dokumentation. Und weil er alle kennt und alle ihn kennen, tauchen sie auch alle auf, von Theo Parrish bis Frankie Knuckles, von Larry Heard bis Marshall Jefferson. Und selbst David Guetta konnte ich im Trailer zum Film entdecken. Ach ja, den hätte er sich vielleicht auch schenken können. Vielleicht aber auch nicht. Im Trailer jedenfalls schon mal keine Antwort auf die Frage, welches denn die allererste House-Platte überhaupt war. Nur Theo Parrish weiß es. Aber darf es nicht erzählen. Feiner Trailer, hoffentlich kommt der ganze Film bald! Einen Titel hat er jedenfalls schon: The House That Chicago Built.
Comments
DJ, du weißt, dass du zu alt fürs Auflegen bist, wenn ...
21. Mar 2014 - Floor: Leben

- ... deine Gästeliste nur aus R.I.P.s besteht.
- ... du die Musik nicht mehr hörst, obwohl gar nicht Silent Disco ist.
- ... du die Tanzfläche nicht mehr siehst. Und die Tänzer. Und deinen Mixer.
- ... du öfter pinkeln musst als trinken.
- ... du lieber digital auflegst, weil du dich nicht mehr nach der Plattentasche bücken kannst.
- ... du lieber digital auflegst, weil dir die Audio Files wenigstens nicht ständig runterfallen.
- ... du immer wieder die gleichen Tracks aussuchst, weil du vergisst, dass du sie schon gespielt hast.
- ... du dich freust, dass du die ganze Zeit von jüngeren Frauen angetatscht wirst - dabei ist es nur deine Pflegerin, die dich endlich wieder ins Heim bringen will.
Sound of Skiing - Burial!
21. Mar 2014 - Floor: Leben

Die ersten Tracks, die ich von Burial habe, sind neun Jahre alt. Neun Jahre! Und auch wenn sich vieles ähnlich anhört, weil er eben einen eigenen Sound hat (der sich vermutlich aus seinen Presets ergibt), finde ich das nach wie vor spannend und genial. Epische Soundlandschaften werden da aufgebaut, die perfekt in die epische Bergwelt passen. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand, der in den Alpen wohnt, auf die Idee käme, solche Sounds zu kreieren. Denn natürlich ist das Stadtmusik, also Musik, die der Metropole London vieles, vielleicht sogar alles zu verdanken hat. Skifahren mit Burial? Immer wieder gerne!
Sound of Skiing - Tag 2
18. Mar 2014 - Floor: Leben

Eins ist sicher: das ist extrem energetische Musik, da passiert einfach viel. Und immer wieder baut sich Spannung auf, bricht zusammen, baut sich wieder auf - eine Welle nach der anderen rollt da an, könnte man sagen. Kann man dazu Ski fahren? Natürlich. Vielleicht sogar besser, als man es eigentlich für möglich hielt. Am Abend aber beklagten sich die Beine über zu viel Arbeit. Aber das lag vielleicht auch an der nicht stattgefundenen Skigymnastik.
P.S.: Habe ich jetzt erst gesehen: mein Brillenband ist mit dem Foto eines Plattenregals geschmückt. Wie passend.
Sound of Skiing
17. Mar 2014 - Floor: Leben

20 Jahre Kompakt - die Dokumentation
15. Mar 2014 - Floor: Leben
Kompakt wurde dieses Jahr 20 und hat gefeiert. Oder war es letztes Jahr? Na ja, wer ein ganzes Jahr feiert, darf sich nicht wundern, wenn die Mitfeiernden den Überblick verlieren. Ich fand dieses Plattenlabel immer fein, relevant und interessant. Irgendwann nicht mehr ganz so bestimmend wie rund ums Jahr 2000. Aber mittlerweile wieder da. Wer wissen will, warum, für den haben die Damen und Herren (na ja, sind überwiegend Herren) eine Dokumentation ihres Schaffens bereitgestellt. Have a watch!
Dub für dubbige Dubster
10. Mar 2014 - Floor: Musik

Gib dem Affen Zucker, Zuckermann!
10. Mar 2014 - Floor: Musik

Chopstick & Johnjon machen Zwölf.
10. Mar 2014 - Floor: Musik

Blaue Filme von Lo-Fang
04. Mar 2014 - Floor: Musik

Lo-Fang - ein Name wie der eines asiatischen Superschurke in einem 60er-Jahre-Film. Die Kritik ist sich nicht ganz klar darüber, was sie mit diesem Lo-Fang anfangen soll: die Songs, da sind sich eigentlich alle einig, sind gut und in ihrer melancholischen Art mit- und herzzerreißend. Aber die Machart, das Hin- und Herpendeln zwischen experimentellem elektronischen Pop und pathetischem R’n’B, kommt bei den Kritikern nicht so gut an: mal wird vermutet, der junge Lo-Fang suche noch sein musikalisches Zuhause, mal mutmaßt man, die vielen verschiedenen Orte, an denen „Blue Film“ entstanden sei, spiegelten sich in den Songs wider: Ein Farmhaus in Maryland, Hotels und Studios in Kambodscha, London und Nashville und schließlich die legendären Capitol-Studios in Los Angeles – das seien einfach zu viele Orte, um beständig zu klingen.
Ich glaube, dass genau darin die Stärke dieser Platte liegt: Ein klassisch ausgebildeter Multiinstrumentalist will sich hier noch nicht auf einen, seinen Sound festlegen, sondern schafft es, die verschiedensten Einflüsse in seine Musik einfließen zu lassen. Die Stimme und vor allem die Stimmung der Platte aber halten alles zusammen. Natürlich ist Lo-Fang nicht der einzige und auch nicht der erste Pop-Musiker, der Electronica, R’n’B, Klassik und Folk zu einem großen Ganzen verwebt – seit dem Erfolg von James Blake wandeln viele auf genau diesen Pfaden. Aber nicht viele haben Songs wie Lo-Fang.


