Eine Ära geht zu Ende: Westbam steigt bei Mayday aus

Es hat offenbar gekracht: Westbam, der die Mayday als große Techno-Veranstaltung mitbegründet hat, will nicht mehr. Die Richtung, in die sich die Mayday entwickelt hat, passt ihm nicht, man habe dort auf Musik gesetzt, in der sich künstlerisch überhaupt nichts mehr bewegt (Trance und Schranz) und überhaupt ginge das alles gar nicht, was die die derzeitigen Organisatoren da so veranstalteten. Ich habe hier mal sein komplettes „Offizielles Statement“ reingestellt, das gibt es nach dem Klick. Nur eins noch: Ich war mal auf einer Mayday in Berlin und fand das schon damals nicht so doll. Finde aber bemerkenswert, dass Westbam auf allen 60 Mayday-Veranstaltungen, die es seit der Gründung so gab, gespielt hat. Ach ja: in „Der Klang der Familie“ gibt es ein paar saftige Statements, die die Gründung der Mayday selbst schon als nicht ganz astreine Unternehmung dastehen lassen. Aber das nur am Rande. Read and rave on nach dem Klick ...

Zur Begrüßung Techno und eine Frechheit!

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Das ist jetzt wirklich ganz und gar ungehörig. Und genau deshalb mache ich es: Nach einigen Wochen Sommerpause, die ich gemütlich auf der anderen Seite der Welt verbracht habe (ja, zum Teil unter Wasser, sonst gäbe es rechts stehendes Foto nicht), komme ich zurück, nehme die Arbeit am Technoarm auf ... und verlinke auf einen Artikel von Moritz von Uslar in der „Zeit“, der tatsächlich drei Jahre alt ist. Warum? Weil ich dick, faul und gefräßig bin. Und weil mir nach wie vor gefällt, wie die Herren Westbam, Hell, Hawtin, Fetisch und Boys Noize über ihre und unsere Musik reden.

Götterspeise ...

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Ach, warum nur dieser Titel? „Götterstrasse“! Wenn er nicht wäre, dann könnte man, echte Ausnahme, tatsächlich mal ein Westbam-Album komplett loben. So aber bleibt hängen: Dieser seit Jahrzehnten in Berlin lebende Maximilian Lenz hält sich tatsächlich immer noch für den Größten. Das macht ihn, obwohl er doch eigentlich etwas ziemlich Sympathisches hat, auch ein bisschen unsympathisch. So war das allerdings schon immer: In den Rave-Anfangstagen pries Lenz alias Westbam den Beginn des DJ-Zeitalters und das damit verbundene Ende des Rock-Starkultes. Wenn es um die eigene Person und den eigenen Lifestyle ging, nahm es Westbam mit „No more fucking Rock’n’Roll!“ allerdings nicht ganz so ernst. Read and rave on nach dem Klick ...

Götterspeise ... ach nee, Götterstraße!

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Als mir neulich jemand schrieb, Westbam, der alte Low-Spirit-Plattenaufleger, hätte ein neues Album in der Mache, hielt ich das für einen Witz. Und nicht unbedingt für einen guten. Zwar fand ich ihn persönlich immer cool, aber das, was er sagte und spielte und machte dann doch irgendwann nicht mehr (kein Widerspruch - ich habe ihn früher beim Radio öfter getroffen und da war er, wie gesagt, immer cool. Aber was er dann später sagte und spielte und machte ...) Jetzt habe ich aber gerade sein neues Video gesehen, ein Vorabsong zu jenem neuen Album namens „Götterstraße“ - „You Need The Drugs“ (war ja klar, dass das was mit Drogen zu haben musste) und finde es ziemlich gut. So sehnsüchtig-melancholisch, gut möglich, dass es auch eine Reaktion auf David Bowies gerade veröffentlichtes „Ich erinnere mich an das Berlin von früher“-Video ist. Gerne hätte ich es hier gepostet. Aber das geht (noch) nicht - nur ein Link zu tape.tv, wo man es sich ansehen kann.
Direktlink zu Westbams „You Need The Drugs (feat. Richard Butler“

Szene-Erinnerungen des Herrn Westbam

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Lange nichts mehr gehört von Maximilan Lenz, besser bekannt als Westbam. Aber seit einiger Zeit taucht er doch öfter wieder auf. Zum Beispiel als Kolumnenschreiber für das Stadtmagazin Zitty. Definitiv eine der interessantesten und witzigsten Kolumnen, die man derzeit so finden kann, vor allem, wenn man selbst in Berlin geboren wurde und schon seit Jahrzehnten im Nachtleben unterwegs ist (nun gut, heute nicht mehr so schlimm wie früher. Aber erinnern geht gerade noch!) Westbams „Club-ABC“, Erinnerungen an eine vergangene Ära, an seltsame Discotheken, nur kurz existierende Clubs, Bars, Kneipen. Read and rave on nach dem Klick ...

Sag niemals "Sie" zum DJ!

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Geht das: Älterwerden im Techno, ohne dabei lächerlich zu wirken? Auflegen bis ins hohe Alter? Und wie sehr ist Techno eigentlich noch eine Jugendbewegung? Ein Blick auf die erste Techno-Generation von Sven Väth über Westbam bis hin zu Tanith. Weitere DJs und Protagonisten, die hier noch auftauchen: Dr. Motte, Marusha, Daffy. Und Mamy Rock, die älteste im Bunde. Read and rave on nach dem Klick ...

Techno auf der Straße #2

Ein Plakat, wie man es lange nicht gesehen hat: Bunt und grell und billig! Kein Wunder, denn diese Technoparty ist ja erstens mit den besten DJs der Welt ausgestattet (aus ihrer Warte und vom Jahr 1993 aus gesehen), mit Westbam und Marusha. Zweitens ist Tom Novy auch noch mit dabei, wer noch nicht weiß, was man über Tom Novy denken kann, der darf sich hier gerne Anregungen holen. Drittens treten Tok Tok vs. Soffy O. auf. Jetzt mal ehrlich, welches Jahr schreiben wir?
Dekonstruieren wir das Poster einmal: Berlin Summer Rave! Nein, so darf im Jahr 2011 eigentlich keine Party mehr heißen, schon lange keine so große und erst recht keine, die auf dem Flughafen Tempelhof stattfindet. Die Grafik, die auf dem Poster eingebaut ist, die Kreise und das Flugzeug, signalisieren Modernität, aber eine Modernität längst vergangener Tage. Orange und Weiß und Gelb, das sind die Farben des Veranstalters: A&P. Attraktiv und preiswert, die Budget-Marke der Supermarkt-Kette Kaiser’s. Wer letztes Jahr da war - das ist nämlich schon das zweite Jahr in Folge, dass diese Qualitätsveranstaltung auf die Menschheit losgelassen wird - weiß, wie es dieses Jahr wird. Na ja, eventuell ist das Wetter ein wenig schlechter oder besser.
Komisch, hätte nie gedacht, dass es einmal Technoveranstaltungen im Sinne einer Oldies-Nacht geben würde. Forward ever, backwards never???