Musik, die nicht egal ist ...

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Ein paar Jahre ist es her, fünf oder sechs, vielleicht auch sieben, da galt Weilheim in Oberbayern als Sehnsuchtsort der ernsthaften deutschen Popmusik. Bands wie The Notwist, Ms. John Soda, Lali Puna, The Tied & Tickled Trio machten das Städtchen weit über Deutschland hinaus bekannt - eine unübersichtliche Szene, in der einzelnen Musiker mal hier, mal dort spielten. Eine der zentralen Figuren in Weilheim: Martin Gretschmann. Unter seinem Pseudonym „Console“ hat er jetzt ein weiteres Album veröffentlicht: Herself! Read and rave on nach dem Klick ...

Ausgefuchst, Herr Kitsuné

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Kitsune – das japanische Wort für Fuchs ! Und der Name eines französischen Plattenlabels, das nicht nur wegen seiner angegliederten Mode-Linie weit vorne dabei ist, wenn es um Stilfragen musikalischer Art geht. Kitsune hat gerade die zehnte Ausgabe seiner Reihe « Maison Compilation herausgebracht. Im Untertitel heißt dieses Doppelalbum « The Firework Issue », die Feuerwerks-Edition und das hat gar nicht so viel mit dem anstehenden Jahreswechsel zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie Kitsune Musik abfeiert. Read and rave on nach dem Klick ...

Hexen, Zombies, Sirup und Salem

Bei uns in Deutschland ist es, soweit ich weiß, (noch?) nicht sonderlich üblich, Hustensaft als high machende Droge zu benutzen. In den USA, vor allem in den Südstaaten und da vor allem in der Hip-Hop-Szene, ist man da, je nach Sichtweise, ein Stück weiter oder auch ein Stück zurück: Purple Drank, Sizzurp, Syrup, Purple Jelly, Texas Tea sind nur ein paar der Spitznamen für das Mix-Gesöff aus Hustensaft, Limonade und Bonbons, das angeblich schon in den 60ern zusammengemixt wurde. Read and rave on nach dem Klick ...

Taxi Driver - ein Film wird Buch

Was ist gelb, laut und rücksichtslos? Wer schon mal in Manhattan war, kennt die Antwort: Taxis in New York. Vor 35 Jahren setzte Regisseur Martin Scorcese ihnen ein krasses Denkmal – den Film „Taxi Driver“ mit Robert De Niro in der Hauptrolle. Jetzt hat der Taschen-Verlag, bekannt für seine opulenten Fotobände, das Buch zum Film herausgebracht – dort finden sich, neben einigen Interviews, etliche Bilder, die Set-Fotograf Steve Schapiro schießen konnte. Einen Blick ist dieses Buch (das natürlich auch Taxi Driver heißt) auf jeden Fall wert – auch wenn 500 Euro für die einfache oder 1200 für die aufwändigere Version dieses Buches ausgeben werden wollen. Read and rave on nach dem Klick ...

Bumm Bumm Bumm November 2010

Musik von Lichtgestalten
Was haben Schwefelgelb, Fritz Kalkbrenner und Sascha Ring alias der Apparat gemeinsam? Klar, sie alle machen Musik, aber ganz unterschiedliche. Der Name kann es nicht sein, beim Wohnort kommen wir der Sache näher, aber noch nicht ganz nah. Sondern: Alle drei haben neue Platten veröffentlicht. Experimentell, krachend, gefühlvoll. Und alle drei haben noch etwas gemeinsam: Sie alle - Bumm Bumm Bumm heißt es schließlich - bespricht hier und jetzt der Technoarm. Read and rave on nach dem Klick ...

Nicht Techno, sondern Jacko

Vielleicht Michael, sicher nicht MJ
Die Plattenfirma hatte vorher schon ordentlich getrommelt, seit ein paar Tagen, seit dem 8. November, ist er, ganz offiziell und umsonst, über das Netz zu hören: „Breaking News“, der neue, bisher unveröffentlichte Song Michael Jacksons. Es erinnert an die besseren Zeiten des „King of Pop“, dieses eingängige Lied voller typischer MJ-Markenzeichen, der hohe Gesang, sein sich wiederholendes „Hihi“. Ein bisschen ist es wie „Bad“, ein bisschen wie „Black or White“, ein bisschen wie „Leave Me Alone“, aber irgendwie auch ein bisschen altbacken, so, als hätten die Backstreet Boys und Michael Jackson gemeinsam einen Song gemacht. Read and rave on nach dem Klick ...

Tot, aber gut

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In letzter Zeit schwirrt mir immer wieder dieser Satz von Frank Zappa durch den Kopf, der mit „über Musik reden ist wie zu Architektur tanzen“. Für mich gilt er allerdings gar nicht – ich rede gerne über Musik, ich höre gerne, wie andere über Musik reden, und am allerliebsten lese ich über Musik, am besten, während die Musik, um die es geht, einem aus guter Anlage entgegenschallt. Im Briefkasten lag jetzt „Detroit Techno – Transfer of the Soul through the Machine“. Fein! Eine wissenschaftliche Arbeit über elektronische Musik! Read and rave on nach dem Klick ...

Voll auf die Zwölf!

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Muss sich eine Kurzgeschichte eigentlich immer so lesen, als stammte sie von Ernest Hemingway? Oder zumindest einem seiner vielen Nachahmer? Muss sie natürlich nicht und auch wenn ich nicht weiß, ob das niemand besser weiß als Anton Waldt: Er weiß es auf jeden Fall! Anton Waldt ist Chefredakteur der De:Bug, dem Magazin für elektronische Lebensaspekte (oder, wenn man so will, der Techno-Neon. Und da die Neon ja bekanntlich die Studenten-Bravo ist, ist die De:Bug die Techno-Studenten-Bravo). Read and rave on nach dem Klick ...

Der kleine Kalkbrenner

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Zwei Jahre ist es her, da kam ein Film in die Kinos, der vom Leben in der Clubkultur erzählte und zunächst in der Techno-Szene und dann auch darüber hinaus seine Fans fand: Berlin Calling. In der Hauptrolle: Der Produzent und Musiker Paul Kalkbrenner, der auch maßgeblich für den Soundtrack verantwortlich war. Auf diesem Soundtrack ist auch eine sehr prägnante Stimme zu hören – sie gehört Fritz Kalkbrenner, dem kleinen Bruder von Paul. Fritz Kalkbrenner hat jetzt sein Debütalbum veröffentlicht: Here Today, Gone Tomorrow. Read and rave on nach dem Klick ...

Der nicht allzu heimliche Ninja-Angriff

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Was haben das wiedervereinigte Deutschland und das englische Plattenlabel Ninja Tune gemeinsam? Sie beide sind 20 Jahre alt. Aber 20 Jahre als Staat zu überleben und 20 Jahre in der Popindustrie, das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Obwohl es ja auch schon tausendjährige Reiche gegeben hat, die nach 12 Jahren den Geist aufgegeben haben (na gut, der fehlte schon von Anfang an, aber ihr wisst schon, was ich meine!). Gegründet wurde Ninja Tune von Matt Black und Jonathan More alias Coldcut. Was sie sich wohl dabei gedacht haben? Read and rave on nach dem Klick ...

Dubstep: 0, Electrop: 1

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Wir sind wie Stadtfüchse, behauptet der Dubstep-Produzent Skream, der gerade mit seinen Kollegen Benga und Artwork unter dem Pseudonym Magnetic Man ein Album veröffentlicht hat: „Solange wir uns dort aufhalten, wo wir groß geworden sind, verlieren wir nicht die Bodenhaftung.“ Oder so ähnlich. Deshalb halten sich die drei auch gerne in Croydon auf, ihrem Londoner Heimatbezirk. Was das alles mit Dubstep zu tun hat? Wer weiß das schon? Read and rave on nach dem Klick ...

Oktober-Haiku

Fünf, sieben, fünf - mehr Silben, allerdings genau in dieser Abfolge, braucht ein Haiku nicht. Aber die Japaner wussten schon, warum sie ihre Gedichte so aufgebaut haben: Reicht völlig, um die kompliziertesten Dinge zu erzählen. Im Oktober feiern wir einen vorübergehenden Abschied (und haben uns hoffentlich diesmal nicht schon wieder mit den Silben verzählt). Read and rave on nach dem Klick ...

Wenn Fußballer Techno mögen

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Fussballer, die auch etwas von Musik verstehen - gibt es die überhaupt? Wenn ja: viele sind es nicht. Lars Ricken (die Älteren werden sich erinnern) spielte, wenn mich nicht alles täuscht, mal in einer Band und wurde ab und zu zu Musik befragt. Mehmet Scholl ist mit den Sportfreunden Stiller befreundet, soll aber trotzdem etwas Ahnung von Musik haben. Und dann taucht ja gelegentlich ein Interview auf, in dem sich jemand berufen fühlt, etwas zur Musik seiner Jugend - „Was ich früher gehört habe und wozu ich es das erste Mal getan habe!“ -, seiner Gegenwart - „Das finde ich ganz toll, meine Freundin auch“ - und Zukunft - „Ich weiß zwar nichts, aber mein Manager hat mir geraten, auch hierzu eine Meinung zu haben: XX werden voll durchstarten dieses Jahr“ - zu sagen. Manchmal ist das peinlich. Read and rave on nach dem Klick ...

Tanz auf dem Regenwasser

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Ich habe eine Vergangenheit. Eine Vergangenheit als Breakdancer. Das ist mittlerweile ziemlich lange her, ich war ein kleiner Bubi, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit seine weißen Baumwollhandschuhen rausholte und tanzte. Nicht so akrobatisch, wenig auf dem Boden. Dafür Robot Dance und Body Poppin’, am liebsten zum härtesten Electro Funk, den man Anfang der 80er-Jahre so finden konnte. Der erste Auftritt beim Schulsommerfest. Dann bei einer privaten Party im Berliner Nobelviertel Grunewald. Read and rave on nach dem Klick ...

Die ersten Tage im Tresor: Techno in Trümmern

Auflegen im Tresor
Fast 20 Jahre ist er alt - der Berliner Club Tresor. Wobei das nicht so ganz stimmt: Schließlich ist der jetzige gar nicht der alte Tresor. Dann halt so: Vor fast 20 Jahre wurde er gegründet: Der Techno-Club Tresor in der Leipziger Str. 126a in Berlin Mitte. Ich will hier nicht über „Raver“ und „Technojünger“ schreiben. Sondern darüber, wie Gründer Dimitri Hegemann ihn damals, kurz nachdem die Mauer aufgemacht wurde, fand. Gar nicht so leicht fiel ihm das, ihm, der sich vorher vor allem im Westteil der Stadt herumgetrieben und auch dort gute Musik unter uns gebracht hatte. Read and rave on nach dem Klick ...

Walkner moestlt Moestl, Moestl walknert Walkner

Foto: Albumcover
Klingt wie ein Widerspruch in sich selbst: Ein Debütalbum, das gleichzeitig ein Comeback darstellt. Geht im Fall der beiden Österreicher Uwe Walkner und Karl Moestl trotzdem. Walkner.Moestl standen einst für den „Sound of Vienna“ im Sinne von Kruder & Dorfmeister. Hatten aber nie ein Album draußen. Das kommt erst jetzt. Und noch ein Widerspruch: Es klingt nach früher und es klingt nach heute. Read and rave on nach dem Klick ...

Zombies sind Pop!

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Z. O. M. B. I. E. – Zombie! Eigentlich müsste man davon ausgehen, dass schon alles über die Untoten, die unbändigen Hunger auf Menschenfleisch haben, geschrieben wurde, seit Regisseur George A. Romero seinen ersten Zombiefilm „Night of the living dead“ 1968 in die Kinos brachte. Ist es aber nicht – im Gegenteil, der Strom an Filmen, Videospielen und Büchern reißt nicht ab. Jetzt erscheint ein weiteres Buch: Stolz und Vorurteil und Zombies: Aufstieg der lebenden Toten von Steve Hockensmith. Noch einmal ein Mischmasch aus Jane-Austen-Geschichte und Zombie-Roman. Und Grund genug, darüber nachzudenken, warum Zombies auch als Kulturartikel einfach nicht sterben wollen. Read and rave on nach dem Klick ...

Bumm Bumm Bumm Oktober 2010

Schluss, aus, vorbei - der Sommer und die Bar 25 am Berliner Spreeufer gehören der Vergangenheit an. Wiedersehen? Möglich, aber nicht hundertprozentig sicher (das gilt natürlich mehr für die Bar als für den Sommer, aber wer weiß schon, was das Wetter so bringt). Jedenfalls haben sowohl Dirty Doering als auch der Housemeister Platten gemacht, die den Sommer bzw. die Bar feiern - und der neue Sampler von Pokerflat wird natürlich auch besprochen. Read and rave on nach dem Klick ...

Oh nein, nicht die auch noch ...

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Ich weiß, ich weiß, es gibt ja diese Übereinkunft, dass man über Geschmack nicht streitet. Aber manchmal ist das, was einem im Leben begegnet, so furchtbar, dass man sofort mit dem Streiten anfangen muss. Wer zum Beispiel hat einst das Musical erfunden? Gehört der nicht noch im Nachhinein erschossen? Bzw. sollte er für diese Idee nicht auf ewig in der Hölle schmoren? Vielleicht tut er das sogar, auch wenn ich mir sicher bin, dass es die Hölle nicht gibt. Außer vielleicht für Musicalerfinder. Und für Frauen wie Anna Maria Kaufmann, die neben Opern und Operetten auch Musicals „ihren Stempel aufdrückt“. Und außerdem nicht besonders schöne Sachen im Interview sagt. Zu Techno ... Read and rave on nach dem Klick ...

James allein auf der Bühne ...

Fotografiert von Martin Böttcher
Mir kommt das ja extrem masochistisch vor, was der englische Musiker James Yuill auf der Bühne treibt: Ganz alleine versucht er, das Publikum zu unterhalten. Aber er hat seinen Spaß daran, hatte er zumindest, als ich ihn jetzt im Comet in Berlin live erlebt hat. Wahrscheinlich liegt es daran, dass es James Yuill einfach drauf hat, wie man auch alleine eine extrem kurzweilige Bühnenshow abliefert.
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Ein Sturm in der Juke Box

Ehrlich gesagt ist es immer ein wenig gefährlich, über Sachen zu schreiben, von denen man keine Ahnung hat. Aber manchmal macht gerade das Spaß. „Juking“ und die „Juke Music“ gehören defintiv zu den Sachen, von denen ich gar keine Ahung habe, aber es gab in den letzten Tagen in verschiedenen Zeitungen (hier und hier) Artikel zu diesem (modernen) Tanzstil aus Chicago. Und weil Chicago in Sachen elektronischer Tanzmusik nicht gerade unwichtig war, lohnt es sich vielleicht, sich das ganze näher anzusehen. Read and rave on nach dem Klick ...

The Love Is Back ...

Logo der Lovestiftung
... aber anders, als man es jetzt vielleicht versteht: Dr. Motte, langjähriges Aushängeschild und irgendwie auch Erfinder der Love Parade, beteiligt sich zusammen mit den beiden Anwälten Adam Krawczyk und Rainer Güttler an einer Stiftung für die Opfer der Love Parade in Duisburg. Getreu dem Motte-Motto „Wir sind eine Familie“. Read and rave on nach dem Klick ...

Party.Hard.Work! Film.

Und noch ein Film über die Partyszene in Berlin. Aber etwas anders als zum Beispiel „Feiern“ oder „We Call It Techno“, den die „Party. Hard. Work.“-Regisseurin Maren Sextro ebenfalls gemacht hat. Es geht darin um die Leute, die in Berlin das Clubleben organisieren, die Macher, die Clubbetreiber, die Besitzer, die Künstler. Wer steht hinter dem Weekend? Wie ist es entstanden, wie geht es weiter? Wie lange kann das Golden Gate durchhalten? Und was haben Modeselektor damit zu tun? Read and rave on nach dem Klick ...

Traumpoppen

Fotografiert von : : Kasper, Flickr, CC
Synthie-Alarm. Na ja, Dreampopalarm. 7 Jahre ist es her, als sich in New York vier Musiker zusammentaten, um "Blonde Redhead" zu gründen. Schnell waren es nur noch drei - jetzt hat das Trio ein neues Album herausgebracht: “Penny Sparkle” - so sanft und zurückhalten, so träumerisch hat man Blonde Redhead noch nicht erlebt, bilde ich mir ein. Read and rave on nach dem Klick ...

Schöne Bar, schöne Menschen

Fotografiert von Martin Böttcher
Irgendwie glaube ich immer noch, dass das letzte Wort in Sachen Bar 25, dieser legendären Feuer- und Feierstätte am Spreeufer, nicht gesprochen ist. Irgendwie glaube ich, dass es nächstes Jahr weitergeht. Irgendwie. Falls dem -irgendwie - nicht so sein sollte oder falls die Bar wirklich an eine ganz andere Stelle umzieht, gibt es aber etwas, mit dem sich ewig an sie erinnern kann. Hier wartet ein großartiges Video, schöne Menschen und ein wunderbarer Track von Dirty Doering auf euch: I Would! Read and rave on nach dem Klick ...

Wenn der Sonnenschein das Hirn verbrutzelt

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Bei mir läuft Radio Sunshine Live. Und zwar jetzt schon seit zwei Tagen. Nur wenn ich schlafe, dann läuft der Sender aus dem Süden nicht bei mir. Heißt das, dass ich ein großer Fan bin? Nein, heißt es nicht. Aber ich dachte, nachdem Musikmanager Tim Renner und Paul van Dyk angedroht haben, sich in in Berlin gemeinsam mit Sunshine Live eine Radiofrequenz zu holen, muss man sich das dann vielleicht mal genauer anhören? Read and rave on nach dem Klick ...

Bumm Bumm Bumm September 2010

Foto: Bpitch Promo
Und hier sind sie, die drei neuen Neuvorstellungen des septemberlichen Septembers. Liebe aus Italien, Rockno aus Kanada und Herze, Sterne, Brezeln aus Berlin. Ja, die Festtage sind kaum vorbei, da stehen auch schon wieder neue vor der Tür. Aber September bis Dezember, das ist ja gerade einmal so weit wie von Mitte nach Prenzlauer Berg. Mit dem Flugzeug ... Read and rave on nach dem Klick ...

Ein Techno-Christ ... ach ja!

Unter Wasser kann man den Technochrist zum Glück nicht hören
So etwas kann man nicht ernst nehmen: Einen Zeitungsartikel, der mit den Worten anfängt „Spätestens seit Xavier Naidoo steht fest: Christ sein ist cool in der Popszene.“ Denn auch wenn es billig ist, auf Xavier Naidoo einzuhauen: Cool ist der ungefähr so sehr wie frisches Hunde-Pipi. Aber es soll ja hier nicht um Xavier N. gehen, sondern um einen Artikel in der Allgäuer Zeitung, von der ich bisher nicht wusste, dass sie existiert. Die Allgäuer Zeitung jedenfalls beschäftigt sich mit einem Menschen namens Björn K. aus Kempten im Allgäu, Eingeweihten auch als der „Technochrist“ bekannt.
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Martin goes Popmat

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Es gibt da eine kleine, aber feine Webseite namens Popmat. Und einer der beiden Macher zeigte sich, aus welchen Gründen auch immer, von meinem Tattoo angetan - er wollte die ganze Geschichte dazu hören. Nachzulesen auf der Popmat-Seite unter dem Titel „True Type Tattoo with Martin Böttcher“. Da das ganze aber auf Englisch ist, gibt es an dieser Stelle noch die deutsche Version, die allerdings, wie ich finde, nur halb so dramatisch klingt. Das schönere der beiden Fotos stammt übrigens von Frauke Fischer. Tolle Fotografin! Read and rave on nach dem Klick ...

Tricky - ein ganzer Kerl dank Trip Hop

Foto: Promo
Und noch ein neues Album von Tricky: Mixed Race heißt seine neue CD und wenn ich mal kurz persönlich werden darf: Es ist das beste, das er seit langem gemacht hat. Tricky, wir erinnern uns, wird immer noch gerne von Schubladensteckern als der „Pate des Trip Hop“ bezeichnet. Warum er nicht nur diesen Titel, sondern auch den Begriff „Trip Hop“ schwachsinnig findet, erzählt er im Interview. Außerdem geht es um schusssichere Westen, eingeknastete Freunde, Nacht-Club-Eskapaden, um eine erneute Zusammenarbeit mit Massive Attack und das britische Klassensystem. Also eigentlich alles drin! Read and rave on nach dem Klick ...

Techno und "The Germans"

Fotografiert von Martin Böttcher
Wie ist das eigentlich, wenn man in eine neue Stadt kommt, um dort zu leben? Es kann sehr langweilig sein. Und ein Abenteuer, wenn man Wash Echte glauben darf. Wash Echte heißt natürlich nicht Wash Echte, aber der Mensch, der sich hinter diesem Pseudonym verbirgt, ist ein ziemlich lustig schreibender ... Engländer, Ami, Australier, jedenfalls schreibt er auf Englisch in seinem Blog „Ich werde ein Berliner“ darüber, wie er uns so sieht - also uns, die wir in Berlin leben, uns Deutsche. Es geht um unsere Manie in Sachen Tatort, es geht um deutsche Frauen, unsichere Möchtegern-Hipster, um Schwaben und Mieten. Und auch um Techno! Read and rave on nach dem Klick ...

September-Haiku

Fünf, sieben, fünf - mehr Silben (allerdings genau in dieser Abfolge) braucht ein Haiku nicht. Aber die Japaner wussten schon, warum sie ihre Gedichte so aufgebaut haben: Reicht völlig, um die kompliziertesten Dinge zu erzählen. Im September geht es um jemanden, der nicht nach Hause gehen möchte. Read and rave on nach dem Klick ...

Bumm Bumm Bumm August 2010

Foto: Promo Monkeytown Records
Es gibt neue Platten, Baby. Aus Berlin, aus Strom und aus Neuland. Mit dabei: Siriusmo, dem man eine gewissen Angst vor öffentlichen Auftritten nachsagt. Mia Grobelny, die Schwierigkeiten mit ihrem Namen hat. Und Fumakilla Woody. Read and rave on nach dem Klick ...

Ein Aufgang ist nicht immer eine Treppe

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Zwei Konzertflügel und ein echtes Schlagzeug. Was das mit Techno zu tun hat? Im Falle von „Aufgang“ mehr, als manchem Techno-Produzenten lieb sein kann: Das Trio, das irgendwie aus New York, aber auch aus dem Libanon, Luxemburg und Frankreich kommt (aus diesen Ländern kommen sie nämlich, aber sie haben sich an der Julliard School of Music in New York kennengelernt), erzeugt mit diesen „real instruments“ mehr Clubfeeling als viele andere Produzenten mit ihrer Batterie Computern, Plug-Ins, Synthesizern. Read and rave on nach dem Klick ...

SXSW - It's all over now!

Fotografiert von Martin Böttcher
Bands ohne Ende. Karnevalsstimmung auf der Kneipenmeile. Wenig Schlaf. Viel Tex-Mex-Food. Businesshotels, die zu Clubs werden. Super-Konzerte vor fünf Zuschauern. „Wo bist Du?“ Und wo bin eigentlich ich? Ein paar Momentaufnahmen von der SXSW. Vier Buchstaben, hinter denen sich ein riesiges, und eines der wichtigsten Musikfestivals plus Messe plus Konferenz verbirgt : South By Southwest Music in Austin, Texas. Nicht zu verwechseln mit der SXSW Interactive und SXSW Film, die nämlich sind gerade zu Ende gegangen, wenn es mit der South By Music losgeht. Read and rave on nach dem Klick ...

Die Bar 25 auf Abwegen

Fotografiert von Martin Böttcher
Gut sieht sie ja aus, findet Jill aus New York. Und auch ihre Kollegin Talya ist beeindruckt vom zarten hellgrün der zu Schaum geschlagen Gurken-Joghurt-Suppe. „But why not hot?“ Warum ist sie kalt? Weil Phillip Patzig und Hayk Seirig es so wollen. Die beiden kochen in Berlins legendärer Feierstätte, der Bar 25, wenn sie denn aufhat. Jetzt aber sind sie fast 9000 Kilometer von Berlin entfernt und kochen in einer Küche in Austin, Texas. Kalte Gurkensuppe, Berliner Buletten, Schweinebraten und Rote Grütze. Schuld daran sind vier Buchstaben: SXSW. Read and rave on nach dem Klick ...

Techno-Sex

Dr. Sommer hat keine Zeit, um Techno-Sex zu erklären. Aber Dr. Herbst, Dr. Winter und Frau Professor Frühling wissen es ja auch: Techno-Sex, das ist entweder eine Art Telefonsex, aber über den Computer, mit Headset, Webcam und so ´nem Scheiß. Oder es ist Sex, bei dem Glow-Sticks, leuchtende Kondome, Strobolicht und natürlich Techno zum Einsatz kommen.

Die viel wichtigere Frage: Ist das gut oder schlecht? Die noch viel wichtigere Antwort: Kommt drauf an.

Wo ist Logorama?

Foto: H5 / Promo
In ein paar Tagen werden in Los Angeles die Oscars verliehen. Wahrscheinlich, wie sonst auch, nicht für die besten Filme, sondern ... na ja, wonach auch immer die Gewinner ausgesucht werden. Es wäre also kein Wunder, wenn „Logorama“ vom französischen Künstlerkollektiv H5 nicht den ersten Preis in seiner Klasse (bester animierter Kurzfilm) bekäme. Aber es wäre auch ziemlich ungerecht. Read and rave on nach dem Klick ...

Eine MIA ist eine M.I.A. ist eine Mia

Foto: Promo
Es gibt ja den schönen Spruch, dass alles schon mal gesagt (gedacht, komponiert, gezeigt etc ...) wurde, aber noch nicht von allen. Und nicht alle haben es gehört. Und es wurde auch noch nicht auf allen Kanälen verbreitet. Aber das kann man ja ändern: Wie ich neulich schon auf meinem Lieblingssender ByteFM verkünden durfte, habe ich eine der zahlreichen MIAs, die derzeit musikalisch so rumlaufen, getroffen und mit ihr eine Sendung aufgezeichnet. Diese Sendung ist versendet, also ... weg, im Äther verschwunden. Deshalb hier noch ein kurzer Nachklapp. Read and rave on nach dem Klick ...

Techno im Alter

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Immer wieder im Netz auf die gute Frau gestossen (nein, nicht die vom Foto, sondern vom nach dem Klick zu sehenden Video), schon hundert Mal gesehen und nach wie vor begeistert. Nicht so sehr von der „Techno-Oma“, sondern von der ganzen Situation. Wenn man das einmal dekonstruiert: Wir haben da eine Reihe von mehr oder weniger hirnlosen „Ravern“ (der Begriff „Raver“ zeigt schon an: Der Autor, also ich, versucht eine gewisse Abgrenzung zum Gesehenen bzw. Dekonstruierten zu schaffen), die schon ein bisschen druff sind, vielleicht auch nur betrunken. Sie tanzen nicht besonders elegant, sondern haben ein wenig von Tanzbären, die sich nach langer, erniedrigender Gefangenschaft selbst überlassen wurden. Read and rave on nach dem Klick ...