Ab jetzt wird alles besser?

Müde, sehr müde gehe ich ich ins neue Jahr - vielleicht doch ein bisschen viel gearbeitet in letzter Zeit. Und ich möchte mich deshalb dem guten Vorsatz von DJ Koze anschließen: 2014 soll das Jahr von Erfolglosigkeit und Mittelmäßigkeit werden! Da muss man nicht viel machen, vielleicht ein bisschen kiffen, mehr trinken, weniger nachdenken, slackermäßig abhängen. Go with the flow oder so ähnlich. Aber wir werden ja sehen, oder?

Paris Hilton: "Ich gehöre zu den fünf Top-DJs!"

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Das nenne ich einen echten Spagat: Gestern noch die Techno-Mysteriosos Drexciya, heute Paris Hilton hier beim Technoarm. Aber sie ist ja selbst schuld, gehört sie doch zu den fünf erfolgreichsten DJs der Welt. Glaubt ihr nicht? Habe ich auch nicht geglaubt - bis ich es aus ihrem eigenen Mund gehört habe. Und sie wird doch nicht lügen, oder?
Wenn man ernsthaft darüber nachdenkt, könnte es sogar wirklich sein, dass sie einigermaßen Geld mit ihren, nun ja, DJ-Gigs verdient - Silvester ist sie im berühmten Bellagio in Las Vegas gebucht, die letzten Monate war sie regelmäßig im Amnesia auf Ibiza zu Gast und auch für 2014 hat sie dort wieder einen Vertrag bekommen. Da wird schon was hängenbleiben. Ob es gleich Dutzende von Millionen sind, weiß ich nicht. Aber jeder von uns (Hobby-)DJs - und selbst die meisten, die davon leben können von solchen Summen nur träumen. Ach ja, hier noch als Jahresendgeschenk: Paris Hilton erklärt ihre DJ-Karriere:


Drexciya? Find ich gut.

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Sea Songs – Lieder, die sich der See und allem Maritimen widmen, gibt es – und damit schon mal Entschuldigung für das platte Wortspiel – wie Sand am Meer. Dass das nicht immer mit Sehnsucht, Seemännern und Romantik zu tun haben muss, zeigte das mysteriöse Duo Drexciya aus Detroit, das von 1989 bis 2002 existierte und in Techno-Electro-Kreisen noch heute legendären Ruf besitzt. Die instrumentalen Stücke von Drexciya tragen Titel wie Lost Vessel – verlorenes Schiff, Neptuns Höhle oder auch: Song of the Green Whale. Jetzt findet eine großartige Reihe, die noch einmal einen ganz neuen Zugang zu diesem richtungsweisenden Electronic-Duo ermöglicht, ihren Abschluss: Journey of the Deep Sea Dweller Teil 4. Unveröffentlichte und neu gemasterte Aufnahmen aus den Jahren 1989 bis 2002. Read and rave on nach dem Klick ...

DHL, Du Mutter aller Versager!

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DHL,
Du glaubst nicht, was das für unglaubliche Hass-Gefühle in mir auslöst, von Dir eine Mail mit dem Betreff "Ihre Sendung wurde in eine FILIALE umgeleitet" zu bekommen! Warum wohl lasse ich mir Pakete an die bucklige Packstation schicken? Natürlich damit ich NICHT in diese stinkende, überhitzte Filiale in den Schönhauser Allee Arkaden muss, um dort eine klitzekleine Sendung abzuholen! Ich will da nicht mehr hin!! Und schon gar nicht am 21.12., wenn die Schlange so lang wird wie die von Berghain und Watergate zusammen und ich länger warten muss als beim Zollamt (und das muss man erst einmal schaffen, die Wartezeiten beim Zollamt zu schlagen)! Ist das der Dank dafür, dass ich ständig Pakete für die Nachbarschaft annehme, unentgeltlich und unkompliziert? Ganz ehrlich, DHL, you gotta be kidding me! Und jetzt? Jetzt stellste Dich vermutlich tot, so wie sonst immer, wenn mal wieder eins meiner Päckchen "nicht auffindbar" ist Wie ich Dich hasse, Du unfähigster aller Paketzustelldiensten! Du Kundenunzufriedenmacher! Du Sinnbild für alles, was auf dieser Welt schief läuft. Du unglaublicher Otto!

Weniger kaufen. Weniger kaufen!

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Weihnachten steht vor der Tür. Und während alle Welt kauft, kauft, kauft, mache ich mir weiter Gedanken ums Nicht-mehr-so-viel-bis-gar-nichts-mehr-kaufen. Immer noch gar nicht so einfach, sich wirklich nur noch das zu kaufen, was ich wirklich brauche. Denn was heißt das schon, „wirklich brauchen“? Essen, so könnte man argumentieren, braucht man, damit man nicht verhungert. Ich stelle aber fest: ich kaufe, seit ich nicht mehr viel anderes Zeug kaufe, mehr Essen. Das esse ich dann gar nicht unbedingt, aber es scheint so ein Mechanismus zu sein, um unterdrückte Kauflüste doch auszuleben.
Meine Kauflüste sind nämlich immer noch da, auch wenn ich mich weiterhin an den Vorsatz, nichts mehr zu kaufen, halte (nun gut, ich muss das ein bisschen einschränken: ich habe mir ein paar Platten gekauft, weil ich wieder neue Lust am Auflegen mit Vinyl gefunden habe. Natürlich hätte ich diese Lust auch erst einmal mit den paar tausend alten Platten befriedigen können, aber bei Platten scheine ich nicht rational handeln zu können). Ich fühle mich jedenfalls nach wie vor wie ein trockener Alkoholiker, der sich ab und zu ein Bier gönnt, aber deshalb nicht gleich wieder komplett mit dem Saufen anfängt.
Ach ja, das war noch eine schöne Nachricht: In ihrem Jahresrückblicksheft widmet sich die Spex in einem ihrer Artikel der dummen, aber so schwer bremsbaren Konsumsucht der Menschen. Der tolle Tino Hanekamp kommt zu dem Schluss, dass wir anfangen sollten, angesichts unseres Kaufverhaltens mehr Selbstekel zu entwickeln. Wir wüssten schließlich, dass fast alles, was wir so kauften, von Leid und Elend durchdrungen sei. Und trotzdem kaufen, kaufen, kaufen wir. Mehr Selbstekel vor unserer Scheinheiligkeit und Selbstgerechtigkeit und dann klappt’s vielleicht auch mit dem Konsumverzicht. Oder zumindest mit der Konsumeinschränkung. Ich bleib auf jeden Fall dabei, alle Entwicklungen hier beim Technoarm.

Booka Shade enttäuschen mit "Eve"

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Manchmal ist es schon ein bisschen traurig, sich mit der Berliner Clubmusik-Szene auseinanderzusetzen. Nehmen wir nur mal Booka Shade, dieses Duo von Walter Merziger und Arno Kammermeier. Die beiden haben vor sechs, sieben Jahren so grandios komponierte und produzierte Musik abgeliefert, dass ich es eigentlich nur noch für eine Frage der Zeit hielt, wann sie mit ihrer Clubmusik den Popmarkt erobern würden. Und jetzt dieses fünfte Album „Eve“, das mit eher belanglosen, angechillten Electrosounds langweilt! Ja, die beiden sind über 40. Dass sie keine große Lust mehr auf das Clubleben haben, ist ihre Privatsache. Aber komplett auf Überraschendes zu verzichten und zwölf mehr oder weniger unkreative Tracks rauszuhauen, das ist dann schon ein bisschen arm. Was behaupten die beiden? Zwei Jahre soll es gedauert haben, „Eve“ zu produzieren? No way, José!

DJ? Werd' lieber was Vernünftiges!

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Die Kollegen vom Vice-Magazin (bzw. die KollegIN Kate Magoc) haben sich mal in der DJ-Szene umgesehen und recherchiert, ob es da auch Menschen mit richtigen Berufsabschlüssen gibt. Und siehe da: sie wurden fündig. Moby zum Beispiel hat Philosophie studiert. So wie der Dubstepper Kode9. Jetzt mag der ein oder andere einräumen, dass ein Doktor in Philosophie ja auch „nichts Richtiges" ist, aber da kommt er bei mir nicht weit. Letztendlich ist schließlich alles „nichts Richtiges“. Oder, wenn wir schon bei der Philosophie sind, nichts ist „nichts Richtiges“. Nicht mal DJ.

Mehr Techno für Guttenberg

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Otto-Horst Otto von und zu Guttenberg (oder wie er noch mal hieß) ist seit zwei Jahren „Internetberater" bei der EU-Kommission - ein ehemaliger Wirtschafts- bzw. Verteidigungsminister im besten Alter (also in etwa in meinem Alter) will ja schließlich was tun, selbst wenn sein Abgang aus der deutschen Politik nicht so glücklich verlaufen ist. Mir persönlich wäre es ja lieber gewesen, wenn er seine DJ-Karriere weiter ausgebaut hätte (siehe unten). Aber den Gefallen hat er mir nicht getan. Netzpolitik.org jedenfalls hat mal in Brüssel angefragt, was Norbert-Hannes Norbert von und zu Guttenberg (oder wie er noch mal hieß) in den letzten zwei Jahren eigentlich so gemacht hat. Am besten selbst lesen, die Kurzfassung aber lautet: nicht viel. Aber dafür gab’s einiges an Geld.
Ich halte gar nichts von Sprüchen wie „die da oben machen ja doch, was sie wollen, etc. etc. etc“, aber so richtig doll stärken solche Geschichten mein Vertrauen in „die da oben" auch nicht.

Einmal mehr: die Achse Berlin-Detroit

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Hier kommt das Gegenstück zu mollig-warmer House Music: Betroit von Pierre Deutschmann. Techno, der, wie der Albumtitel schon andeutet, einmal mehr die Achse Berlin-Detroit beschwört. Was heißt das konkret? Pierre Deutschmann, Produzent und DJ aus Berlin, präsentiert harte, aber nicht unerbittliche Sounds. Er weiß, dass Detroit-Techno immer versucht hat, den elektronischen Instrumenten gleichzeitig eine maschinenartige und trotzdem seelenvolle Musik zu entlocken. Über 15 Stücke entwirft Deutschmann seine anspruchsvolle Soundlandschaft, die Tracks boxen abwechselnd in den Bauch und streicheln über den Kopf. Je öfter ich das höre (das Album ist schon ein paar Wochen alt), desto sinnvoller scheint mir eine alte Kämpferweisheit: Roll with the punches!

Lieber japanischer Produzent, bitte melde Dich!

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Samstag, der Tag der Zufälle: Gerade erst aus Japan zurückgekehrt, läuft bei Spiegel-online der Fraktus-Film über (erfundene) Techno-Pioniere. Und dann gehe ich auf die Seite des Kölner Kompakt-Labels und finde da eine Geschichte, die so klingt, als würde sie diese beiden Komponenten (erfundene Techno-Produzenten und Japan) zusammenbringen. Wobei: vielleicht ist die Geschichte gar nicht erfunden! Ganz kurz: Vor einigen Jahren soll bei den Herren von Kompakt ein Demo aus Japan gelandet sein. Aber wie das in diesen Techno-Klitschen manchmal ist, ging die CD verloren. Jetzt wurde sie wiederentdeckt und für krass/gut/interessant befunden. Nur: nirgendwo mehr war der Name oder die Kontakt-Adresse des Absenders zu finden. Was also tun? Kompakt hat den Track einfach so herausgebracht, inkl. Remixen, und auf der Platte (und ihrer Homepage) eine Suchanzeige in Englisch, Japanisch und Deutsch abgedruckt. Auf der Homepage kann man auch reinhören in die Musik. Also, lieber abgedrehter Produzent: Bitte melde Dich!

P.S.: Hier noch der direkte Link zum Fraktus-Film auf SPON. Umsonst und ohne Werbung!

Update: Leben ohne Kaufen - der Selbstversuch

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Vor ziemlich genau einem Monat rief ich hier, für jeden nachzulesen, aber hoffentlich nicht reißerisch über ein neues Vorhaben: Bis Ende 2014 will ich nichts kaufen, was ich nicht unbedingt brauche. Muss ich noch einmal schreiben: dieser Halbsatz „was ich nicht unbedingt brauche“ lässt diesen Plan vielleicht ein wenig halbherzig erscheinen, aber er ist überhaupt nicht halbherzig gedacht. Allerdings, das habe ich in den letzten vier Wochen gemerkt, ist dieser Plan nicht ganz so einfach umzusetzen, gerade wenn Konsum für einen (also in diesem Fall für mich) seit Jahrzehnten, eigentlich seit der Kindheit eine wichtige Angelegenheit ist. Ich wollte immer HABEN, nicht unbedingt SEIN. Was also ist passiert in den letzten vier Wochen? Read and rave on nach dem Klick ...

Perfect Match: Japan und Biosphere

Facts first: wenn’s um Japan geht, bin ich Fan. Das Land, die Leute, die Kultur. Nicht, dass ich das jemals verstehen werde, was die da so treiben und wie sie das so friedvoll miteinander in ihrer Enge aushalten. Aber ich find’s gut. Gerade bin ich wieder von einem knapp zweiwöchigen Trip zurück, es war der fünfte oder sechste, diesmal habe ich meine Zeit ausschließlich in Kyoto verbracht. Und habe dabei die perfekte Musik für so einen Trip entdeckt: Alles von Biosphere, dem Ambient-Techno-Projekt von Geir Jenssen. Read and rave on nach dem Klick ...

Schlager, Die Toten Hosen, Frei.Wild und der ganze andere Mist

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Ein bisschen gemein ist das schon: fast zwei Wochen tat sich hier nichts auf diesem Blog, die ganze Zeit stand oben auf der Seite der sich langsam, aber sicher selbst überholende Kommentar zur deutschen Album-Top-10 der vorletzten Novemberwoche. Und jetzt das: schon wieder Neues in Sachen Charts. Tja, die werden eben jede Woche erhoben. Und regelmäßig von mir fürs Radio verarztet. Und hier, weil’s sonst keiner aufschreibt, auch noch mal schriftlich. Also bitte: wer die Hitparade auch so schlimm findet wie ich, der darf weiterlesen. Schlagerfans könnten sich auf den Schlips getreten fühlen. Und Fans von Frei-Wild bitte auch. Read and rave on nach dem Klick ...

Kellerkinder unter sich

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Es wäre Unsinn, den House des Schweizer Produzenten Marco Biagini alias Kellerkind als Neuerfindung des Genres zu feiern – eher das Gegenteil ist der Fall. Sein beim Berliner Label Stil vor Talent veröffentlichtes neues Album „Music is a Miracle“ klingt aber so gut gelaunt, so geradlinig und gleichzeitig zuckersüß-poppig, dass gar nicht groß auffällt, dass hier ein neuer Ansatz fehlt. Kling Klang, die Straßen entlang, so würde es gerne in meinem Kopf summen. Aber geht ja nicht: diese Songzeile ist schon vergeben. Dann vielleicht eine andere: My house is your house. And your house is mine. Kling Klang, Kling Klang, Kling Klang.

Die deutsche Album-Top-10 beäugt!

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Furchtbar, furchtbar, furchtbar! Die meistverkauften Alben der Woche sind wieder da. Und was soll ich sagen? Es schüttelt einen. Und freut einen. Weil man endlich mal wieder draufhauen kann auf Musik aus Deutschland bzw. Musik, die in Deutschland noch am meisten Käufer findet. Wobei: Machen wir uns nichts vor, reicht ja schon, ein paar tausend CDs zu verkaufen und schwupps! biste drin in der Top 10. Alles andere wäre ja auch furchtbar. Read and rave on nach dem Klick ...

Nur mal so: Sync-Button-Opfer ...

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Die Diskussion geht schon seit Ewigkeiten: neue Techniken, neu technologische Entwicklungen verdrängen oder ergänzen alte. In den USA streikte in den 40er-Jahren die Musikergewerkschaft und verbot ihren Mitgliedern, Platten aufzunehmen - angeblich, um die Musiker auf lange Sicht zu schützen. Das ging, so habe ich gerade im Zusammenhang mit Country-Musiker Spade Cooley gelesen, nach hinten los. Denn erst, als wieder Platten aufgenommen und hergestellt wurden, ging es so richtig los mit dem Aufstieg der Popmusik.
Was bei solchen Entwicklungen immer ein bisschen schade ist: Menschen, die eben noch als Vertreter der Zukunft gehandelt wurden, stehen auf einmal auf dem Abstellgleis. Allerdings nicht alle - gerade in der Black Music gibt es unglaubliche Beispiele für Musiker, die mit dem Blues angefangen haben und über R’n’B, Soul und Funk schließlich bei Disco landeten und dort auch noch den ein oder anderen Hit hatten - aber in der Mehrzahl eben schon. Schallplatten-DJs (ich weiß, doppelt gemoppelt, aber eben um den Unterschied zu Virtual-DJs oder Digital-DJs deutlich zu machen) sind für mich immer noch schön anzusehen und anzuhören. Aber sie hängen natürlich einer Technik von gestern an, egal, ob mir (und euch) das nun gefällt oder nicht. Having said that ... eigentlich wollte ich nur kurz was schreiben, um nebenstehendes Foto zu kommentieren.

Scooter is Always Hardcore!

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„Scooter packen aus!“, heißt es auf der Rückseite des neuen Scooter-Buchs „Always Hardcore“. Ich könnte jetzt mehrere Stunden über diese Band, ihre Musik und dieses von Max Dax (und Robert Defcon) verfasste Buch schreiben. Will ich aber gar nicht, denn leider ist alles genauso vorhersehbar und kontrolliert wie Scooter selbst. Viele Bilder, aber die meisten davon total langweilige Promofotos, auf denen man zwar sieht, dass Sänger H.P. und seine Anhängsel älter werden, mehr aber auch nicht. Read and rave on nach dem Klick ...

Neulich im DJ-Forum ...

Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich "Ladyenergys" Eintrag im deejay-Forum las: das kann doch nur ein Fake sein. Will ich aber gar nicht weiter überprüfen, ich freunde mich lieber mit dem Gedanken an, dass es Freunde elektronischer Musik an, die weder besonders helle sind noch sich übermäßig für Musik interessieren. Aber „Djane" und „Depp House"? So weit draußen kann man doch gar nicht sein, wenn man auflegen will, oder? Obwohl: wer „auf legen" will, ist vielleicht noch viel weiter draußen als man für möglich hielt. Sehr schön auch die typische Foren-Ermahnung in der ersten Antwort, sich doch bitte schön etwas klarer auszudrücken. Hah, Tag ist gerettet!

DJ Koze und Carl Craig unterhalten sich? Leider nicht ...

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Wäre ja auch zu schön gewesen! Gerade bei Twitter auf eine schöne, fast schon verliebt anmutende Unterhaltung zwischen Carl Craig und Kozee gestoßen. Und wie mein Beißreflex nun mal funktioniert: Sofort gedacht, dieser Kozee wäre Kosi alias Stefan Kozalla alias Adolf Noise alias DJ Koze. Und freute mich schon auf eine wie auch immer geartete Detroit-Verbeugung von ihm, vielleicht sogar in direkter Zusammenarbeit mit dem ebenso großartigen Carl Craig. Aber ach ... dieser Kozee ist ein ganz anderer! Müst!

Früher war alles besser? Nun ja ...

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So, liebe Kinder, mal kurz aufgepasst! So war das früher: rein in den Club, T-Shirt aus und dann mit nacktem Oberkörper die Nacht durchgetanzt, so lange bis gut war. Zu sehr schneller und irgendwie auch harter Musik. Soulwax, vermutlich vor allem die beiden Brüder Dewaele (auch bekannt als 2ManyDJs) haben als gute Belgier dem Techno von damals - wir sprechen hier über die frühen 90er - ein sehr liebevolles Denkmal gesetzt. Eine Stunde (Belgian) Techno. Aber weil ja 2013 ist, wurde die Handbremse angezogen und alles auf lahme 115 bis 120 BPM runtergepitcht - Cherry Moon On Valium nennen sie das Ganze sehr passend. Es funktioniert auch erstaunlich gut - vielleicht aber auch nur deshalb, weil sie noch ein paar Raver von früher (konnte oder wollte ich nicht?) vor die Kamera gezerrt haben, damit die noch einmal tanzen wie damals. Zwei sehr schöne Stellen: So gegen 31:00 min tanzen drei Gabber-Typen sehr versöhnlich eine Art Techno-Polonaise. Und ein paar Minuten später sehen wir zwei Rave-Grazien, die stilecht die Wasserflaschen in ihren Händen halten, während sie abhonken. Ach ja, eins noch: ich Trottel habe doch früher wirklich gedacht, dass „Ramirez“ ein einzelner durchgeknallter Typ ist. Ist er aber gar nicht, aber das hat mit dem Video nichts zu tun.

This is Belgium Part Two: Cherry Moon On Valium from Radio Soulwax on Vimeo.

Alles nicht so einfach. Oder auch: es ist hart hier, bitch!

Ich finde das gut, dass gerade mal wieder etwas mehr über Sexismus und Selbstbestimmung im Music-Biz geredet wird. Denn dass das Thema auf dem Tisch liegt, ist ja nicht erst seit den Erkenntnissen von Female Pressure zur Situation weiblicher DJs und ihrem Perspectives-Festival klar. Jetzt gibt’s einen neuen Kommentar zur Sache von Lily Allen. Alles mit dabei: Brust-OP, Fettabsaugen, Twerk - und einen Hinweis darauf, mit welchen Kommentaren zu diesem Video die englische Sängerin rechnet: „Lily Allen has a baggy pussy“.

Bitte nicht so hysterisch!

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Also wenn man mich fragt (nun gut, ich weiß natürlich, dass mich eigentlich niemand fragt. Aber trotzdem: wenn mich jemand fragen würde), dann ist mir das egal, ob ich nun der Heilige Martin genannt werde oder Sonne-Mond-Sterne Böttcher: ich bleibe trotzdem der Gleiche!

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

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Bist Du noch DJ oder zauberst Du schon - Du Trottel?

ICH HATTE JA KEINE AHNUNG!

Als ich mich aufmachte, Dietmar Dath zu verstehen ...

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hatte ich einen schönen Abend. Das war gestern (also am 12.11.2013) , Poptheoretiker Dietmar Dath stellte mit der Kunsthistorikerin Swantje Karich im Berliner HAU ihr gemeinsames Buch „Lichtmächte“ vor. Buchvorstellung und Buch selbst waren bzw. sind zum Teil ganz schön schwerer Stoff, Dath liebt es, sich verschwurbelt in seine Ideen hineinzusteigern. Aber für genau solche Fälle gibt es ja den Technoarm: hier werden die wirklich Dinge erzählt. Also: was habe ich dank „Lichtmächte“ gelernt?
1. „Wikilleaks“ (der Film) ist Dreck.
2. Ich kenne jetzt den groben Inhalt des Schwarzenegger-Films „Last Action Hero“. Sehen muss man ihn nicht.
3. Bei allem, was ihr tut: passt auf, dass euch das Ergebnis eurer Arbeit niemand wegnimmt. Das gehört euch!
4. Man kann ja sowieso nichts ändern? Falsch! Alles ist in Bewegung und verändert sich sowieso. Wie, das können wir alle mitbestimmen.
5. Alleine kommt man damit aber nicht weit. Besser, man sucht sich Leute, die mit einem im selben Boot sitzen.
Wem das noch nicht genug ist: Entweder selbst „Lichtmächte“ lesen. Oder die etwas ausführlichere Version meines Versuchs, Dietmar Dath zu verstehen, im Deutschlandfunk hören. Oder lesen, was Brigitte Werneburg darüber in der taz schreibt - letzteres hat mich persönlich aber keinen Schritt weitergebracht.

Höllenqualen durch den Technochristen, Teil 2

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Ich muss dem Techno-Christen wirklich dankbar sein, er hat mir das Wochenende versüßt, auch wenn er vermutlich anderes im Sinn hatte. Gestern berichtete ich ja schon, dass er einen drei Jahre alten Post hier beim Technoarm entfernt wissen möchte, weil ihm da was nicht passte. Entfernen? Nicht mit mir, aber weil er mich so nett bat, machte ich ihn als „Björn K.“ unkenntlich. Nicht, weil ich musste, sondern weil ich ja kein Unmensch bin, auch wenn das von anderer Stelle schon mal angezweifelt wird . Meiner Ansicht nach hat der Techno-Christ auch gar kein Anrecht darauf, unkenntlich gemacht zu werden, weil er an diversen anderen Stellen in Netz (flickr.com, Allgäuer Allgemeine) überhaupt keine Probleme damit hat, dass sein bürgerlicher Name mit seinem „Techno-Christ“-Alias in Verbindung gebracht wird. Aber natürlich ist das nicht schön für ihn, dass man ihn googeln kann und sofort auf meinen Artikel trifft, der ihn und seine nicht sonderlich schlauen Ansichten bloßstellt. Sei es wie es sei: ich habe natürlich nicht einfach nur seinen Namen unkenntlich gemacht, sondern dem Techno-Christen auch per Mail geantwortet. Und das solltet ihr euch nicht entgehen lassen - wie gesagt, es war ein süßes Wochenende :-) Read and rave on nach dem Klick ...

Der Technochrist will mir die Hölle heiß machen!

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Jetzt geht’s ab hier! Vor über drei Jahren habe ich hier beim Technoarm mal etwas über den Techno-Christen gepostet, inklusive Video. Heute, pünktlich zum Wochenende, meldet sich dieser Christ und fordert, dass meine Überlegungen von damals entfernt werden. Ich habe mir deshalb noch einmal durchgelesen, was ich damals so schrieb und kann beim besten Willen keine Diffamierung entdecken. Im Gegenteil, ich halte meine Beobachtungen für eher zurückhaltend und liebevoll. Ihm geht es wohl vor allem darum, dass sein Name nicht mehr genannt wird. Da der aber auch in der damals zitierten Allgäuer Allgemeinen auftaucht, macht es ja gar keinen Sinn, seinen Namen rauszunehmen. Oder doch? Ick weeß et nich, aber bevor sich der Gute jetzt aus dem Fenster stürzt, ist er halt nur noch Herr K. Ich verstehe nur nicht, warum er nicht einfach gebetet hat, dass sein Name von der Seite verschwindet. Das hätte doch sicherlich auch gereicht. Nach dem Klick übrigens das Anschreiben des Techno-Christen. Und noch mal Video! Read and rave on nach dem Klick ...

Die Musikwelt in gut und böse einteilen ...

Irgendwie dumm, dieses Video vom Rolling Stone Magazine, es erinnert mich an die hochnäsige Attitüde von Klassiklobbyisten, die tatsächlich immer noch die Welt in U- und E-Musik einteilen. „U“ wie Unterhaltung, „E“ wie ernste Musik. Hah! Beim Rolling Stone wird dagegen zwischen R- und E-Musik unterteilt. „R“ wie Rock, „E“ wie Electronic Music. Das eine ist natürlich gute, ehrliche, gefühlvolle Musik, das andere der Teufel. Na wenn das mal nicht nach hinten losgeht.

Whitey will den Scheiß nicht mehr mitmachen

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Kennt ihr Whitey? N.J. White, den Londoner Musiker, der sich schon ziemlich früh dem „Rockno“, dem Mischmasch aus Rock und Techno, gewidmet hat? Ich finde Rockno eher bescheiden, aber manchmal ziemlich wirkungsvoll - wenn ich mich zum Beispiel erinnere, was Whitey aus dem Bloc-Party-Song „Helicopter“ gemacht hat oder wie er „Me & My Man“ von Chromeo in einen veritablen Clubhit verwandelte. Whitey ist gut im Geschäft. Und ziemlich angepisst. Read and rave on nach dem Klick ...

Selbstversuch: Leben ohne Kaufen

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Machen wir’s kurz: ich habe beschlossen, ein Jahr lang nichts mehr zu kaufen, was ich nicht unbedingt brauche. Ich weiß, dieser letzte Halbsatz lässt die ganze Sache ein bisschen schwammig werden, aber ich meine es ernst: bis Ende 2014 keine Schuhen, Klamotten, Sportgeräte, technische Geräte, Möbel, Bücher, Platten. Da wirft natürlich ein paar Fragen auf. Zum Beispiel die hier: WARUM? Read and rave on nach dem Klick ...

Popmusik, es geht den Bach runter!

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Wer sich mit dem Zustand der Musikindustrie beschäftigt, ist Paul Resnikoff vielleicht schon öfter über den Weg gelaufen. Auf seiner Seite Digital Music News hat er jetzt die größten Lügen dieser Industrie aufgeschrieben. Und zwar so einfach und umfassend, dass ich das gar nicht mehr zusammenfassen will, sondern einfach nur verlinke. Zwei Sachen vielleicht nur: jeder, der selbst Musik macht und damit Geld verdient oder einmal verdienen möchte, sollte das lesen. Und meine Lieblingslüge ist die, dass man vor allem mit Live-Auftritten sein Geld verdient. Was schreibt der Herr Resnikoff dort? Das gilt allenfalls für Superstars - und für bestimmte Geschäftsmodelle im EDM-Bereich. Stimmt wohl.

Ein Affe und ein Kart

Also ich mag ja Affen. Selbst unechte in Verkleidung. Kart-fahren? Finde ich eigentlich nicht so prickelnd: erwachsene Männer, die im Kreis um die Wette fahren? Also bitte! Trotzdem schönes Video, in dem erwachsene Männer, verkleidete Affen und Karts eine Rolle spielen. Können, Illusion und Kommerz gehen hier eine schöne Verbindung ein.

Ben Clock, Technoarme und Big Band Boiler Sound

Diese Seite hier heißt ja Technoarm. Und das hat, für alle, die gerade zum ersten Mal vorbeischauen, tatsächlich etwas mit Techno zu tun. Also mit der Musik. Ursprünglich war die Idee, auf dieser Technoarm-Seite Technoarme abzubilden: also Menschen, die zu Techno tanzen und feiern und dabei den rechten oder auch den linken Arm so leicht lethargisch, leicht euphorisch in den Himmel strecken. Na ja, habe ich dann doch nicht umgesetzt. Aber jeder, der immer noch nicht weiß, was ein Technoarm sein soll, kann diverse davon im hier Video sehen. Aber nicht deshalb darf Berghain-Ikone Ben Clock mit seinem Boiler Room Set hier ran. Sondern weil irgendjemand ganz andere Musik unter die Bilder von seinem eigentlich coolen Auftritt gelegt hat. Schlecky Silberstein hat das Boiler-Room-Konzept für alle Nichtauskenner ganz gut beschrieben. Ich sage nur noch: Vorspulen auf Minute 4 und sich freuen.

Musik zum Tag der Toten

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Die Toten haben gewartet, aber jetzt ist der Tag da! Der Tag, an dem der Postbote zweimal bei mir klingelte und ein Paket aus den USA brachte, in dem sich der Soundtrack zu George A. Romeros Zombie-Klassiker „Day Of The Dead“ fand. Auf zwei farbigen Vinylscheiben, die eine gelb, die andere grün. Und als Begleitschreiben, mit ziemlich echt aussehenden Blutflecken, die Erklärung von John Harrison, wie es zu der von ihm komponierten Musik kam und warum erst jetzt der komplette Soundtrack veröffentlicht wird. Es hat, so viel sei verraten, mit Geld und der Länge von Schallplatten zu tun.
Zwei Dinge jedenfalls bleiben: Der Soundtrack zu „Day of the Dead“ ist gar nicht so typisch horrofilmmäßig angsteinflößend. Und es kann kein Zufall sein, dass er heute, an Halloween, bei mir ankommt. Noch eine Frage: Soll ich mir erst den Soundtrack komplett anhören und dann noch mal den Film sehen? Oder umgekehrt? Und wie viel von der Platte werde ich heute Nacht in meiner Sendung im Deutschlandradio Kultur spielen? Ab kurz nach 2 bin ich (und alle, die die „Tonart Club“ dann einschalten) schlauer.

Lexy, lass die Liebe beginnen!

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„The times, they are a-changin’“, sang Bob Dylan schon vor 50 Jahren, seitdem versucht er uns zumindest musikalisch vom Gegenteil zu überzeugen. Was das mit Niconé zu tun hat? Auch Niconé reagiert auf die sich verändernden Zeiten, ohne dass das dem neutralen Beobachter sofort auffallen würde. Niconé, das ist der Künstlername von Alexander Gerlach, ein Teil des Techno-Electro-Duos Lexy & K-Paul. Die beiden Berliner wurden 2001 als beste Dance-Newcomer mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet und begeisterten mit ihrer Musik eher die Teenies als den coolen Partygänger. K-Paul war im ein oder anderen Berliner Club als leicht anstrengender Kunde bekannt, Lexy fand schließlich in der Bar 25 ein zweites Zuhause. „Let Love Begin“ ist sein Solo-Debüt, die Musik darauf ist genauso zugänglich wie die von Lexy & K-Paul, aber sie ist hypnotischer, deeper, einlullender, ursprünglicher. Musik, die im Plattenladen meines Vertrauens als „Keta-House“ angepriesen wird. Musik, die ihre eigene Droge ist, mit sattem warmen Bass, angezogener Handbremse und mantra-artig wiederholten Phrasen. Sehr wirkungsvoll!
Niconé „Let Love Begin“ (Label: Stil vor Talent)
P.S.: Gerade gesehen: bei Electronic Beats gibt’s ein Niconé-Set.

Der Plattenladen um die Ecke ...

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Großartig, einfach nur cool! Also ich habe ja früher auch mit Lego gespielt. Und Sachen gebaut, die die Plastikstein-Fetischisten aus Dänemark nie und nimmer vorgesehen hatten. So futuristische Raumschiffe und so. Aber das, was flickr-Mitglied Ryan H. alias „eldeeem“ hier aus Lego gezaubert hat, ist natürlich noch mal eine ganz andere Nummer. Ein kleiner Plattenladen. Total genau, was die Details angeht. Und sogar den einen oder anderen Kunden glaubt man wiederzuerkennen. „eldeem“ - der Name hat natürlich auch was mit Lego zu tun: Lt. de Martinet (L D M, wenn man so will) ist ein kleiner Lego-Soldat. Aber zurück zum Plattenladen: Wo stehen noch mal die Techno-Klassiker? Und das Bass-Music-Fach? Ach da, danke!

Hai-Alarm in Mitte

Jetzt kann ich es ja endlich mal zugeben: ich habe Angst vor dem Meer. Nicht, weil ich so schlecht schwimmen kann (ich schwimme als ehemaliger Leistungsschwimmer und Wasserballer sogar ganz gut), sondern wegen der Tiere, die da drin rumschwimmen. Diese Haie. Irgendwo sitzt da so eine Urangst, dass auf einmal eines dieser rätselhaften Tiere von schräg unten angesaust kommt und mich in die Tiefe schleppt, in zwei Teile zerbeißt, mir Arme oder Beine klaut. Da Angst und Feigheit ja zwei verschiedene Dinge sind, stelle ich mich mutig meiner Angst, gehe im Meer schwimmen, tauchen, surfen. Und denke, wenn ich das tue, ziemlich oft an Haie. Read and rave on nach dem Klick ...

Seams macht nichts Halbes, nichts Ganzes, sondern Viertel

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Seams, das ist Jami Welch, einer von ca. 7 Milliarden Menschen, die von irgendwoher nach Berlin gezogen sind, um hier was mit Musik zu machen. Bei der Musikplattform Soundcloud verdient er sein Geld, als Seams ... ja, was genau macht er eigentlich als Seams? Ich bin mir sicher, dass Menschen, die selbst elektronische Musik produzieren, nicht sonderlich beeindruckt sind von den Stücken auf „Quarters“. Mir ist das aber egal, ich finde die kleinen verfrickelten Synthie-Spielereien, an denen er sich da abarbeitet, gut. Den dicken Bass sucht man vergeblich, dafür blubbert, prickelt, klappert und klatscht es eine Dreiviertelstunde sehr unterhaltsam. Ach ja, Jami sucht gerade einen Cassetten-Kopier-Service in Berlin, um seine Musik zu vervielfältigen. Cassetten ... das passt!
Seams – Quarters (Label: Full Time Hobby)

Ein Stadtfuchs in Berlin

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Experten schätzen, dass in Berlin ein paar tausend Füchse leben. Es ist also gar nichts besonderes, einem zu begegnen. Aber ihnen zu begegnen und dann etwas aus dieser Begegnung zu machen, das sind zwei völlig verschiedene Sachen. Selbst Seeed-Sänger Peter Fox, der schon wegen seines Namens besonders sensibel auf den kleinen roten Vulpes vulpes reagieren müsste, ist bekanntlich lieber Stadtaffe als Stadtfuchs. Aber es gibt ja noch Tobias Vethake. Vethake ist Musiker wie Fox, aber lange nicht so laut und lange nicht so bekannt. Er hat aber sehr viel mehr Musik gemacht: Als Sicker Man veröffentlicht er gerade seine siebte Platte, ein Konzeptalbum namens Vicca Tantrum, das sich dem schwierigen Leben des Stadtfuchses Victor alias Vicca widmet.

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Dan Le Sac vs. Scroobius Pip - die beiden Verrückten sind wieder da

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Es gibt viele Gründe, die jemanden dazu treiben, Musik zu machen: Geld, Ruhm, Sex, Spaß, der Kick – alles mächtige Antriebsmöglichkeiten. Was dabei ein wenig in Vergessenheit gerät: manchmal hat ein Musiker auch wirklich was zu sagen. So wie der englische Rapper Scroobius Pip, Teil, des englischen Duos Dan Le Sac vs. Scroobius Pip. Der eine, Dan Le Sac, baut die Songs, die mal leisen, mal heftigen elektronischen Beats und Rhythmen. Der andere, Scroobius Pip, ist ein Rapper, dem tausend Dinge durch den Kopf strömen – sie alle will er rauslassen, manchmal auch gleichzeitig. Read and rave on nach dem Klick ...

Eiskalt und ohne Luft? Da stehste doch drauf!

Auf zwei Dinge bilde ich mir was ein: ich bin ziemlich kälteunempfindlich und ich kann ziemlich gut schwimmen und einigermaßen weit tauchen. Aber wenn ich sehe, was Stig Severinsen hier unter dem Eis anstellt und dass er dafür gerade mal eine Badehose anzieht, dann hole ich die ganze Zeit tief Luft und schlage unwillkürlich die Arme um mich, weil mir kalt wird, eiskalt. Ich bin hin und weg.

Fundstücke ...

Was haben wir denn da? Eine lange nicht geöffnete Schublade geöffnet, da kamen sie angerollt, die Erinnerungen. Erinnerungen an den sicherlich nicht mehr so relevanten Club, der mir einst den Techno nahe brachte. Selbst wenn die Coins noch gültig sein sollten: zu schade zum Ausgeben! Aber ich frage beim nächsten Mal, wenn der Ravegott mich wieder zwingt, im Keller oberkörperfrei zu tanzen und ich gegen halb acht am Morgen so langsam wieder zum Menschen werde, einfach mal nach: „Hallo! Bekomme ich dafür drei Cola?“

Menschen? Besser wäre es ohne sie

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Ich glaube nicht an die Hölle. Aber manchmal wünschte ich mir, es gäbe eine. Zum Beispiel für Menschen, die sich das nun wieder ausgedacht haben: lebende Tiere, kleine Echsen, Fische, Schildkröten, in winzige Plastikhüllen zu verpacken und als Schlüsselanhänger zu verkaufen. Wie gesagt: Lebende Tiere. Wer macht so etwas? Offensichtlich Menschen, die aus welchen Gründen auch immer Geld wollen und sich entweder nicht vorstellen wollen, was das für Leiden erzeugt oder denen das egal ist oder die vielleicht sogar eine sadistische Ader haben. Read and rave on nach dem Klick ...

Und noch eine überflüssige DJ-Star-Liste

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Ehrlich gesagt: ich weiß gar nicht, warum ich mir die Mühe mache, das jetzt aufzuschreiben. Das DJ Mag hat mal wieder in die Gegend gefragt und die Top-100 der DJs aufgestellt. Seit 20 Jahren, seit das DJ Mag 1993 das erste mal diese Liste veröffentlichte, habe ich nicht verstanden, ob das nun die besten, spannendsten, bekanntesten, abgefahrensten oder nervigsten DJs sein sollen. Aber da da in der Vergangenheit vor allem solche Menschen wie Armin van Buuren, Tiesto und Paul van Dyk an die Spitze gewählt wurden, liegt die Vermutung nah, dass das nichts mit meiner Welt zu tun hat. Auch wenn sich angeblich 750.000 Leute an der Abstimmung beteiligten. Wie auch immer, es gibt einen neuen Gewinner 2013: Read and rave on nach dem Klick ...

Post aus Japan

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Ich stelle mir das so vor: Außerirdische sind schon vor einiger Zeit auf der Erde gelandet, haben sich umgeschaut und festgestellt, dass sie in Japan am wenigsten auffallen. Dann stellte sich das Problem mit dem Geldverdienen, man will ja schließlich essen und trinken und feiern und heizen und den ganzen Kram. Seitdem arbeiten sie vor allem im Parkhaus-Business. In Japan, wo man, bevor man sich ein Auto kauft, erst einmal einen Parkplatz nachweisen muss und gleichzeitig ein allgemeines Platzproblem herrscht, wahrscheinlich nicht die schlechteste Berufswahl. Ich selbst konnte im Land der aufgehenden Sonne weder das Autofahren ausprobieren noch das Parken. Aber wenn ich mal parke, dann definitiv beim „Techno Parking“. Wo sonst?

Brief an mich selbst ...

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Es ist Montag, der Mittag schon vorbei, gerade stand ich auf dem Balkon, rauchte, obwohl ich eigentlich gar nicht rauche, eine Zigarette. Und da war er wieder, dieser blöde Gedanke, dass der Tag zu wenig Stunden hat, um alles zu machen, was man so machen möchte. Mein Technoarm-Blog (ja, das hier!) zum Beispiel. So richtig befriedigend ist das ja alles nicht. Manchmal kann ich mich lange Zeit nicht aufraffen, dann passiert hier gar nichts außer ein paar Plattenkritiken, die ich an anderer Stelle verbrochen habe und die hier noch einmal auftauchen, dazu die Playlisten der diversen Radiosendungen, die ich als Bergarbeiter in Sachen Musik schuf. Eigentlich interessieren mich aber viele Dinge, ich würde gern ein Ski-, ein Tauch-, ein Alles-und-Nichts-Blog machen. Und das mache ich jetzt einfach auch! Und zwar an dieser Stelle. Bisher stand ja hier - Name verpflichtet! - immer der Techno-Aspekt im Vordergrund. Aber als Mensch, dessen Leben nicht nur, aber so ziemlich um die elektronische Musik und die damit verbundenen elektronischen Lebensweisen kreist, ist der Techno-Aspekt quasi in die DNS eingebaut. Auf gut Deutsch: Ich gehe einfach mal davon aus, dass auch das, was eigentlich nicht Techno ist, Techno ist, weil ich es ja mache oder gut oder interessant oder was auch immer finde.
Vermutlich schreibe ich das hier gerade hin, um mich selbst zu überzeugen und zu motivieren. Vielleicht aber auch, um Dich, lieber Leser, auf das vorzubereiten, was hier kommt: mehr Posts, mehr Spannbreite, mehr von allem. Und auch all das, was bisher schon hier war. Mehr! Mehr! Mehr! Und selbst TechnoarmTV dürfte in den nächsten Tagen an den Start gehen. Ich muss nur noch die Filmkulisse fertigmachen, dann wird’s groß. Hoffe ich jedenfalls. Noch Fragen? Dafür gibt’s bekanntlich die Kommentarfunktion. Oder das „Kontaktformular“. Freu mich, von Dir zu hören!

Alter Mann ganz groß

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Wer sich in den letzten Jahrzehnten ernsthaft für elektronische Musik interessiert hat, der dürfte an irgendeiner Stelle auf Gary Numan gestoßen sein. Der Mitfünziger gehört zu den Pionieren des Genres – und will es jetzt, mit seinem 20. Album, noch einmal wissen. „Splinter – Songs From A Broken Mind“ heißt sein neues Album und wenn ich das richtig einordne, dann ist das ein ordentlich vorbereitetes Comeback, das der in Los Angeles wohnende Londoner hier vorlegt: Read and rave on nach dem Klick ...

Meat is murder!

Tanzen zu Blümchen? Geht klar.

Bei Dapayk & Padberg raucht's

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Sie ist im Hauptberuf Model, er produziert Musik, gemeinsam sind sie Dapayk & Padberg. Niklas Worgt – Dapayk – und Eva Padberg sind sogar miteinander verheiratet, das macht es trotz aller Schwierigkeiten bei den Terminen einfacher, alles zu organisieren. Smoke heißt das neue Album dieses Techno-Paars. Aber was heißt das schon: Techno-Paar? Read and rave on nach dem Klick ...

Extrawelt mit einem Video, das nicht von dieser Welt ist

extrawelt - BREEDLE (Official Video) from denial of service on Vimeo.

Und noch ein Kommentar zur ach so schwierigen Regierungsbildung ...

Übungsraum in Berlin? Da stehste doch drauf!

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Hasis, ich weiß doch, dass einige von euch in einer Band spielen. Oder alleine Musik machen. Und vielleicht einen Übungsraum brauchen? Der Kultursenat in Berlin (ja, ja, offiziell heißen das natürlich Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten) hat das was zu vergeben, in Kreuzberg! In Berlin muss man wohnen, man muss nicht unbedingt Profi sein (aber gut schon), es ist egal, wie alt man ist und bewerben können sich alle aus dem Pop oder Jazz. (Jazz? Der mag ja noch nicht tot sein, er riecht aber schon ein bisschen!) Noch was? Ach ja: erste Auftritte und Veröffentlichungen sind erwünscht. Und Paul Kalkbrenner oder die Ärzte darfst Du auch nicht sein, weil Du dann zu viele Platten verkauft hättest, um so eine öffentliche Förderung einstreichen zu dürfen. Also, Hasis, wie sieht es aus? Ja? Dann würde ich mir das hier noch mal kurz durchlesen und dann die dort angebotenen Antragsformulare ausfüllen: Direkter Link zum Übungsraum

Als ich einmal versuchte, David Guetta zu werden

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Kleine Jungs wollen später einmal Pirat werden, kleine Mädchen Prinzessin. Werden sie älter, dann werden die Traumberufe seriöser. Und langweiliger. Aber wetten, dass der ein oder andere davon träumt, als DJ Karriere zu machen? Mit reinem Plattenauflegen ist es heutzutage aber nicht mehr getan. Erstens legen DJs kaum noch Platten auf, zweitens braucht man für die große Karriere – als Promo-Tool – eigene Musik. Muss man aber auch nicht mehr selber machen, in der Schweiz gibt es eine Firma, die das Rundum-Sorglospaket für angehende oder gestandene DJs anbietet. Ich dachte mir: Das probier ich doch mal aus. Und dann passierte einiges! Read and rave on nach dem Klick ...

Ein zehn Tage alter Drei-Tage-Bart

Vor ein paar Wochen habe ich mich entschieden, mir einen richtig langen Bart wachsen zu lassen. Na ja, dauert wohl noch ein paar Monde, bevor er wirklich lang ist, im Augenblick sieht er noch aus wie ein zehn Tage alter Drei-Tage-Bart. Oder so ähnlich. Ich habe jetzt aber neue Motivation: Dan Le Sac und Scroobius Pip veröffentlichen in ein paar Tagen ihr neues Album. Ich bin gespannt, weil die ersten beiden Platten dieser durchgeknallten Briten so gut waren (das Solo von Scroobius Pip und das Solo von Dan Le Sac dagegen eher geht so). Und im neuen Video der beiden sieht man den schönen, langen Bart von Scroobius Pip. Das gefällt mir, das macht mir Mut.

Top-10 in Deutschland ... ein Trauerspiel

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Der Blick aufs Foto beweist: in Deutschland herrscht ein gnadenloser Kampf. Hip Hop spielt eine Rolle, Schlager, Poppunk und Deutschrock auch. Also los, dahin, wo es weh tut, hin zum Blick auf die meistverkauften Alben dieser Woche. Los geht es mit einer englischen Band, die ihre Todesverachtung ( oder –verehrung?) schon im Namen trägt. Read and rave on nach dem Klick ...

Finanzexperte Paul van Dyk empfiehlt ...

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Wirklich sehr schön: ich habe gerade Post bekommen. Von einem Menschen, der die Sparkassen-Werbung von Paul van Dyk noch ein bisschen besser findet als ich. Und der, ganz ohne dafür Lohn zu verlangen, unserem zweiten Lieblingspaule sehr schöne Werbesprüche in den Mund legt und dafür einen schönen Tumblr zu laufen hat. David Guetta, Gästelistenplätze und goldene iPhones spielen dabei unter andrem eine Rolle. Und bevor jetzt jemand fragt, warum ich ständig auf de Paul rumhacke: Will ich eigentlich gar nicht. Aber irgendwann einmal hatten sich unsere Wege gekreuzt und er fing an, das persönlich zu nehmen. Jetzt komme ich da nicht mehr raus!
Direktlink zum Financesucks-Big-Time-Tumblr.

Jessy Lanza zieht das Haar zurück

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Was genau verbirgt sich hinter der musikalischen Schublade Future R’n’B? Das lässt sich leichter erklären, wenn man die Musik selbst erst einmal hört. Aber das geht ja jetzt nicht. Also nicht gleich. Also widme ich mich lieber sofort dem Debütalbum der kanadischen Sängerin Jessy Lanza. „Pull My Hair Back“ heißt diese Platte. Read and rave on nach dem Klick ...

Wedding! Yeah!

Nein, nicht DIE Wedding (party), sondern DER Wedding. Ja, ja, ehemaliger Arbeiterbezirk und so. Roter Wedding marschiert und so. Seit Jahren heißt es: der Wedding kommt. Und jetzt, jetzt heißt es immer noch: der Wedding kommt. Aber wie das in Berlin manchmal so ist: das kann sehr schnell oder auch seeeeeehr langsam passieren. So wie beim Wedding. Immerhin: In der Grüntaler Straße, da, wo der Wedding ganz schön dolle Wedding ist, gibt es jetzt einen Laden, der sich auf Techno-Bücher spezialisiert hat. Davon gibt’s nicht soooo viele, aber die meisten von den nicht sooooo vielen finden sich da. Wie heißt das kleine, aber feine Geschäft noch mal? Read and rave on nach dem Klick ...

Andy Stott, Meister des Düsterhouse

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Nur mal so ganz kurz und nebenbei: Andy Stott aus Manchester darf niemals sterben! Dieser düstere Techno-House-Verschnitt hat es verdient, für jetzt und alle Zeiten auf meiner Anlage zu laufen. Vor allem natürlich sein kleines Meisterwerk „Luxury Problems“ - dieses Album mit der Turmspringerin drauf. Aber auch sein Remix von Trickys „Valentine“, der jetzt gerade erschienen ist, darf meinetwegen für immer bleiben. Nur eins finde ich echt blöd: Dass die T-Shirts mit der Turmspringerin drauf nicht mehr zu bekommen sind. Andy, falls Du das liest: „M“, wenn sie groß ausfallen, lieber „L“ wenn klein. Danke.

Mysteriös! Jeff Mills' Cube!

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Der schönste Tag in meinem Leben war doch kein Donnerstag, sondern ein Freitag. Heute. Eben. Also jetzt gerade. Es klingelte an der Tür, hochgestürmt kommt ein Kurier, eine Art Techno-Götterbote. In seiner Hand hält er einen kleinen schwarzen Karton. Post für mich! In dem Karton: eine kleine schwarze Box aus glänzendem Kunststoff. In der Box: ein matter Würfel aus Gummi. Absender: Jeff Mills! Read and rave on nach dem Klick ...

99 % Frau, 1 % Mann

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Irgendwie ist es ein Armutszeugnis: Ausgerechnet die elektronische Musik, die nach wie vor von sich behauptet, sie würde nach Zukunft klingen, zeigt sich in einem Punkt total reaktionär: In der Geschlechterfrage! Anfang des Jahres präsentierte das internationale Frauennetzwerk Female:Pressure Zahlen: Auf Festivals, bei denen elektronische Musik im Mittelpunkt steht, beträgt die Frauenquote 10 Prozent. Bei den entsprechenden deutschen Plattenlabels das gleiche: 10 Prozent. DJ-Quote in Berliner Clubs? 10 Prozent Frauen. Ich hatte mir vor dem Perspectives-Festival in Berlin nie Gedanken darüber gemacht, wie das eigentlich bei meiner Arbeit aussieht: Album-Rezensionen, Bandvorstellungen, meine Radiosendungen. Aber auch dafür ist so eine Veranstaltung ja ganz gut. Und deshalb diese Woche bei Electro Royale ein Selbstversuch. Read and rave on nach dem Klick ...

Sommerpause ist vorbei ... schon wieder!

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Ach, das Leben! Lässt einen manchmal auch am Sinn einer solchen Seite zweifeln. Denn was wäre denn, ganz selbstgeißelnd gefragt, anders, wenn es den Technoarm nicht mehr geben würde? Na ja, zumindest mir würde was fehlen. Aber nicht immer, wie man in den letzten zwei Wochen sehen konnte. Da herrschte hier nämlich, von den Playlisten zu meinen Radiosendungen mal abgesehen, Stillstand. Ich habe mir das schöngeredet: „Ist doch nicht so schlimm, immerhin stehen ganz oben auf der Site Deine Überlegungen zur Wahl. Und die Wahl war ja noch nicht ...“ Aber eigentlich war es so: „Oh Mann, so viele andere Dinge zu tun, Geld verdienen müssen, antriebsarm sein“ ... etc. etc. Aber jetzt ist es, zumindest für den Augenblick, mal wieder vorbei mit dem Slackertum! Technoarm erwacht zu neuem Leben, aber bleibt seiner Linie natürlich treu: Mehr als nur Musik. Aber Techno (so als Oberbegriff im Sinne von „elektronische Lebensart“) immer im Blickwinkel. Rave on!

Wahlmaschine läuft, Wahlempfehlung kommt.

Mir fällt gerade wieder ein schlauer Satz ein: Parteien sind Zweckzusammenschlüsse, deren erstes und wichtigstes Ziel darin besteht, wiedergewählt zu werden. Oder überhaupt mal gewählt zu werden. In der Hinsicht sind sich die Parteien ziemlich ähnlich. Und trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind mir jetzt aber egal, ich wähle diesmal mit Bauch UND Verstand. CDU? Gegenfrage: Warum? FDP? Hahaha, der war gut. Grüne? Nichts gegen Trittin, aber die Künast und die Roth gehen mir so auf die Nerven, das geht nicht. Rechte Parteien sowieso nicht, die mögen zwar nicht verboten sein, aber ich wähle mir doch nicht selbst die SA ins Haus. Piraten? Tja, auf jeden Fall cooles Wahlplakat. Und vor zwei Jahren oder wann das war, da hätte ich die auch sofort gewählt. Leider haben sie mittlerweile gezeigt, dass sie nicht nur ein Haufen von ziemlich unberechenbaren Individuen sind, sondern mit Menschen nicht sehr liebevoll umgehen. Das muss sich erstmal ändern, bevor ich mir das noch mal überlege. Bleibt: Die Linke. Als mauergeschädigter Urberliner nehme ich es ihnen immer noch übel, dass der Cut zu früher so zaghaft durchgeführt wurde. Aber wenn man wirklich will, dass sich in diesem Land etwas ändert, dann sollte man sich von der CDUCSUFDPSPDGrüne-Fraktion nicht immer einreden lassen, man habe es hier mit Undemokraten zu tun, denen man auf keinen Fall seine Stimme geben sollte. Aber das nur so unter uns.

Zombie gegen Hai!

Niemand kann Zombies besiegen. Nicht einmal blutrünstige Haie. So viel steht auf jeden Fall fest!

Richie, Richie, immer wieder Richie

Hat er sich gedacht: lass ich mal wieder richtig die Sau raus. Mit allem, was so dazu gehört, Hauptsache, es knallt! Und dann passiert ihm das, was einem DJ eben mal passieren kann: Die Musik setzt aus. Wirklich, das ist allen schon mal passiert, egal, ob nun digital DJ oder mit CDs oder Platten oder Kassetten. Nimmt leider einmal kurz die Energie raus und verwirrt die Tänzer - je mehr sie bezahlt haben, je doller sie ihren Star-DJ vergöttern desto mehr! Aber weil Richie Hawtin mittlerweile vielleicht auch eine Art Politiker des Techno ist, darf dieser Epic Fail, der auch noch von der Kamera eingefangen wurde, nicht einfach so stehenbleiben. Da muss eine Antwort her, eine Antwort, die zeigt, dass man wirklich die Kraft hat, Menschen mit Musik zu verzaubern. Erinnert mich ein bisschen an die Geschichte mit den Pornostars, die vor und nach dem Schminken fotografiert wurden.



Zehn Gründe, zehn Alben, zehn Meinungen

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Wie eine niemals endende Riesenradfahrt dreht sich Woche für Woche die Hitparade, besser bekannt als Top-10 – aufgelistet werden die Alben, die sich in dieser Woche am besten verkauft haben. Zu diesen Platten gibt es viel zu sagen. Frisch aus dem Urlaub zurück, bin ich allerdings ein bisschen enttäuscht. Anstatt neue, aufregende Platten immer noch die alten Nasen. Na ja, nicht nur, aber auch. Read and rave on nach dem Klick ...

Klimawandel? Alles Medienmache!

Gibt es in Deutschland eigentlich noch Politiker, die sich ernsthaft trauen, den Klimawandel zu leugnen? In den USA jedenfalls gibt es sich. Und deshalb gibt es jetzt auch diese wunderschöne Idee: Hurricanes bekommen nicht so harmlose Namen wie "Sandy" oder „Katrina“, sondern die Namen von Politikern, die den Klimawandel leugnen. Schönes Video!

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

Zur Begrüßung Techno und eine Frechheit!

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Das ist jetzt wirklich ganz und gar ungehörig. Und genau deshalb mache ich es: Nach einigen Wochen Sommerpause, die ich gemütlich auf der anderen Seite der Welt verbracht habe (ja, zum Teil unter Wasser, sonst gäbe es rechts stehendes Foto nicht), komme ich zurück, nehme die Arbeit am Technoarm auf ... und verlinke auf einen Artikel von Moritz von Uslar in der „Zeit“, der tatsächlich drei Jahre alt ist. Warum? Weil ich dick, faul und gefräßig bin. Und weil mir nach wie vor gefällt, wie die Herren Westbam, Hell, Hawtin, Fetisch und Boys Noize über ihre und unsere Musik reden.

Sommerpause? Fast vorbei!

Zum zweiten: Moderat! Die Drei von der Bassstelle

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Noch mal in länger: Ich und Moderat!
Wenn drei Freunde zusammen eine Reise unternehmen, dann ist das einer zu viel oder einer zu wenig: Weil sich nämlich immer zwei gegen einen verbünden. So ist das auch bei Gernot Bronsert, Sebastian Szary und Sascha Ring, die sich, wenn sie zu dritt Musik machen, Moderat nennen. Moderat produzieren nebeneinander, miteinander, übereinander und gegeneinander – und wenn zwei etwas blöd oder überflüssig finden, dann fliegt es raus, auch wenn da unter Umständen zuvor ewig dran gearbeitet wurde. Read and rave on nach dem Klick ...

Und hier sind sie wieder: zehn Alben, die die Welt nicht braucht. Na ja, sagen wir acht.

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Halb Pflicht, halb liebgewonnenes Ritual: der wöchentliche Blick auf die Charts, um sich mal wieder aufzuregen, was in Deutschland alles an schlimmen Platten gekauft wird. Wegen des Sommers tut sich gerade nicht so viel, aber das, was sich tut, verdient es natürlich, kommentiert zu werden. In dieser Woche in den deutschen Albumcharts: das Schlechteste aus Metal und Kirche, die Rückkehr einer Schlagerfrau, die meine Familie auseinanderbringt und ein französisches Duo, das einfach nicht mehr gehen will. Soll mir recht sein! Read and rave on nach dem Klick ...

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

Summer of Disco

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Der Sommer 2013 wird einmal als „Summer of Disco“ in die Musikgeschichte eingehen. Disco, die Älteren unter uns werden sich erinnern, war eine Zeit lang ein echtes Schimpfwort, aber aus dieser Abneigung sprach vor allem die Abneigung des homophoben und spaßfreien weißen Mannes. Der aber hat im Augenblick nicht viel zu melden und so feiert Disco sein x-tes Revival. Kon, ein DJ aus Boston, der von dem ein oder anderen als größter Könner in Sachen Soul, Funk und Disco gehandelt wird, feiert mit, On My Way ist sein erstes selbst produziertes Album. Neben dem englischen Sänger Ben Westbeech und einigen anderen Gastmusikern aus dem Rest der Welt taucht auch Georg Levin auf, ein Sänger und Produzent aus Berlin. Ihr gemeinsamer Song (und der Rest des Albums) lassen zwei Vermutungen zu: Disco bleibt. Und es muss nicht immer Daft Punk sein, auch nicht im Jahr 2013, im Summer of Disco.

Deutscher Punk, deutscher New Wave, Neue Deutsche Welle

Ich lese mal wieder. Es geht um Deutschen Punk und die Neue Deutsche Welle, Ende der 70er, Anfang der 80er. „Als die Welt noch unterging“ von Frank Apunkt Schneider. Cooles Buch, weil schlau, aber nicht zu akademisch, sondern selbst ein bisschen so, wie das damals war (in Ansätzen selbst noch bei den kommerziellen Ausläufern, die trotzdem dafür gesorgt haben, dass NDW zum Schimpfwort wurde - ihr Schweine wisst genau, wen von euch ich meine!). Also: Weniger Teipel, mehr Anarchie! Jedenfalls wird in diesem Buch auch kurz eine Dokumentation des Bayerischen Rundfunks namens „Dreiklangsdimensionen“ erwähnt. Der Plan, Andreas Dorau, Palais Schaumburg waren dabei. Ich kann mich erinnern, wie ich das unbedingt sehen wollte und auch gesehen habe. Aber nur einen oder doch beide Teile? Und erinnere ich mich korrekt, dass auch DAF da auftauchten? Wie dem auch sein: Wollte ich mir die Doku doch gerne noch einmal ansehen, aber alles, was ich finden konnte, ist dieser Ausschnitt von Lorenz Lorenz. Sagt mir gar nichts mehr. Kann mich auch nicht mehr dran erinnern. Aber ist sehenswert. Und viel von dem drinne, was ich damals am deutschen Punk und New Wave gut fand und bis heute gut finde.

Be a Moderat, be II

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Das ist jetzt ein bisschen gemein, aber geht nicht anders: Erst Anfang August kommt dieses neue Album von Moderat heraus, bei mir läuft es aber schon seit einigen Tagen auf der großen Anlage. Die Nachbarn finden es scheußlich, weil sie nur die schweren Bässe mitbekommen, die dünne Wände durchdringen wie ein heißes Messer die Sommerbutter. Und ich? Ich wollte es nicht gut finden, glaubte, mich gegen den Hype wehren zu müssen, der die Zusammenarbeit zwischen Sascha Ring alias Apparat auf der einen und Modeselektor (Gernot Bronsert & Sebastian Szary) auf der anderen Seite von Beginn an begleitet hat. Read and rave on nach dem Klick ...

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

Die Bar 25 ist wieder da. Und sie ist ein Zombie.

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Manchmal, wenn ich wieder mal an die Bücher denke, die ich eigentlich schreiben wollte, rede ich mir ein: „Du bist eben ein Autor, der nicht schreibt! Die muss es auch geben!“ Leider gibt es sie viel zu wenig. Oder umgedreht: Es gibt zu viele, die gar nicht schreiben können, es aber trotzdem tun. Bei Ju Innerhofer, die gerade ihr Buch „Die Bar“ abgeliefert hat, ist es so: Sie war auf der Journalistenschule und sie hat einen Doktor der Medizin. Aber wenn sie als Ärztin genauso viel (oder wenig) kann wie als Autorin, dann muss man unter allen Umständen verhindern, dass sie mit lebenden Menschen arbeiten darf. Read and rave on nach dem Klick ...

Zehn Gründe, sich zu schämen. Oder fünf ...

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Deutschland ist im Urlaub, aber die Geschäfte drehen sich weiter. Auch die Plattengeschäfte. In den Charts dieser Woche finden sich Neues, Altes, neues Altes, und altes Neues. Mist ist natürlich dabei, aber auch Gutes. Und was gibt es sonst noch so über die zehn meistverkauften Alben der Woche zu sagen? Einiges! Read and rave on nach dem Klick ...

Ja ja, die Nacht soll bleiben. Heute, morgen, immer.

Irgendwann kriegen sie jeden, die elektronischen Beats. So scheint es zumindest gerade: Die Zahl der Bands und Musiker, die ihre akustischen Instrumente mit einem veritablen Wumms kombinieren, nimmt zu. Das hat natürlich auch mit Moden und Zyklen im Musikbusiness zu tun. Und seit einiger Zeit habe die gitarrenorientierten Sounds das Nachsehen, die elektronische, im Club geschulte Musik ist oben. Das haben auch Maur Due & Lichter gemerkt – zwei Wiener Musiker, die gerade ihr zweites Album veröffentlicht haben. Read and rave on nach dem Klick ...

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

Housemeister machts mit dem Synthie

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Der Housemeister, von seinen Kumpels und allen, die es werden wollen (und davon gibt es eine ganze Menge) nur „Housy“ genannt, ist eine echte Type. Letztes Jahr bin ich ihm zufällig in Texas getroffen. Texas! Als hätten zwei Berliner nichts besseres zu tun, als dort die Wege zu kreuzen. Es dauerte nicht lange, da zeigte er mir seine neue Tätowierung auf dem Arm: Ein Taschen-Synthesizer, aber nicht irgendeiner, sondern der OP-1, den eine kleine schwedische Firma herstellt und in den sich Housy offenbar schwer verliebt hatte. Read and rave on nach dem Klick ...

Blingbling

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Und noch so einer, der mit Terminator-artigen Beats radikal Hörgewohnheiten angreift: Patric Catani. Catani kommt aus dem Hip Hop, man kennt ihn vielleicht als einen der Produzenten, der für die Pupppen-Rapper „Puppetmastaz“ am musikalischen Bett gebastelt hatte, aber er ist seit Mitte der 90er unter mindestens einem halben Dutzend weiterer Pseudonyme und mit jeweils anderem Grundsound unterwegs. „Blingsanity“ ist für mich Catanis Meisterstück: Die Tracks sind bester Beweis dafür, dass das aufregende Ding im Moment darin besteht, jahrzehntelang aufgebaute Genregrenzen einzureißen. Catani macht das, dabei entwickeln seine Stücke aber einen echten Funk (ohne jetzt James-Brown-mäßig Funk zu sein). Vielleicht kann man es so beschreiben: Musik mit der Kraft einer Profi-Bohrmaschine und dem Sog eines 100-köpfigen Streichorchesters. Oder so: Catani lässt es rummsen und zwar richtig gut.

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

Für Menschen ...

... die Daft Punk mögen oder auch nicht mögen, auf jeden Fall aber nicht so viel Wert auf Takt, Stil und gepflegte Umgangsformen legen. Die Front der „Get Lucky“-Gegner wird größer und größer!

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

Pornomusik und Bratwurstdampf: Paul van Dyk in der Zitadelle Spandau

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Das Leben ist nicht immer schön. Vorgestern zum Beispiel: „Martin, geh doch bitte mal für den Sender in die Zitadelle Spandau.“ Da feierte nämlich Paul van Dyk, der hier ja schon mal abgehandelt wurde, sein „We Are One“-Festival. Und ich so: „Na gut!“ Paul van Dyk, die Älteren unter uns werden sich erinnern, ist dieser DJ, der mit Trance groß und erfolgreich geworden ist. Trance ist eine Musikrichtung, und, nein, das weiß nicht jeder, nicht einmal alle Besuchern, die am Samstag bei eben diesem Festival waren. Paul van Dyk selbst redet ja auch immer von „Advanced Electronic Music“. Beim Begriff „Trance“ schwingt eben schon immer mit, dass das nicht so tolle Musik ist. Read and rave on nach dem Klick ...

Electro-Track of the Day

Wöchentlich grüßt das Murmeltier: Top-10-Gedanken

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Woche für Woche der Blick auf die deutschen Charts, um zu sehen, welche Platten sich so am besten verkaufen. Am „besten verkaufen“ heißt aber nicht automatisch „am besten“ – im Gegenteil. Das Ganze will also eingeordnet werden. Und was musste ich da feststellen? Ganz oben in der Hitparade der meistverkauften Alben in Deutschland gibt es Bewegung, auf den unteren Rängen tummeln sich dagegen alte Bekannte. Read and rave on nach dem Klick ...

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute

Viel Fantasy von Lightning Dust

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Woche für Woche werden bei uns in Deutschland hunderte von Platten veröffentlicht. Und ich garantiere: die neue von „Lightning Dust“ aus Kanada wird in der Masse dieser Neuerscheinungen untergehen. Aber: Das hat sie nicht verdient: Fantasy – so heißt dieses Album – ist ein leises, feines, leicht sentimentales Werk, in dem experimenteller, elektronischer Pop und zurückhaltender Folk zusammenfinden. Read and rave on nach dem Klick ...

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

Maya Jane Coles macht es sich komfortabel

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Maya Jane Coles – ein Name wie aus einem Gedicht. Die Musikerin aus London ist in Clubkreisen schon ziemlich bekannt – das Musikmagazin Rolling Stone zählte sie einmal zu den 25 DJs, „who rule the world“, die also die Welt, zumindest die Tanzflächen-Welt, beherrschen. Damit es nicht nur beim Dancefloor bleibt, hat Maya Jane Coles jetzt ihr erstes Album veröffentlicht – es heißt Comfort. Read and rave on nach dem Klick ...

Die zehn meistverkauften Alben der Woche durch den Fleischwolf gedreht

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Die deutschen Charts haben keine Angst vor Klischees oder Plattitüden. So hängt in der aktuellen Top-Ten der eine „am seidenen Faden“, der andere schwört „bei seiner Seele“, eine Dritte verspürt „Glücksgefühle“ – und selbst die ewig Junggebliebenen fehlen nicht. Was es sonst noch über die zehn meistverkauften Alben der Woche zu berichten gibt? Einiges. Read and rave on nach dem Klick ...

Unknown Pleasures? My Pleasure, sagt Peter Hook

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Es gibt Neues von Joy Division, den Postpunkern um Ian Curtis. Keine Musik, aber ein Buch. Geschrieben hat es Peter Hook, der Bassist erst von Joy Division, dann von der Nachfolge-Band New Order, es ist jetzt auch auf Deutsch erschienen. Sehr lustig, sehr aufschlussreich, zumindest in der englischen Original-Ausgabe. Read and rave on nach dem Klick ...

Siriusmo ist der "Enthusiast"

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Vor gut drei Jahren schrieb ich schon einmal über diesen Moritz Friedrich alias Siriusmo, einen ehemaligen Punk, Illustrator, Stuckateur. Schon damals war klar: Der mag zwar irgendwie schüchtern sein, aber ist eben auch ein vom Sound besessener Produzent. Seine Tracks waren schon immer kleine oder große Wundertüten, bei denen man nie vorher wusste, was einen erwartet, er arbeitete sich die ganzen Spielarten der elektronischen Musik durch und schlug sich quasi nebenbei an Pop und Hip Hop den Bauch voll. Auf „Enthusiast“ ist das nicht anders, aber er hat sich trotzdem weiterentwickelt, der Berlin Beatmeister:
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Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

Alufolie spielt Daft Punk

Medienrummel: Boards of Canada in der neuen De:Bug

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What a coincidence, was für ein Zufall, schreit der Engländer in mir: Die Juli-Ausgabe der De:Bug liegt im Briefkasten, sie widmet sich den Boards of Canada so ausführlich, wie man sich das als Fan nur wünschen kann. Und gleichzeitig finden sich (Medimops sei dank ;-) meine alten Boards-of-Canada-Alben wieder an. Und sonst so? Hat die De:Bug noch mehr zu bieten als ausführliche Geschichten rund um den elektronischen Mysterio-Sound der beiden Schotten? Hat sie! Read and rave on nach dem Klick ...

Club-Betreiber kauft Schloss

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Ich kenne Nicola Schneider nicht. Seinen Club „Hive“ in Zürich auch nicht. Freue mich aber sehr für ihn, dass er offenbar das nötige Kleingeld hat, um sich in Frankreich ein Schloss mit Dutzenden Zimmern zu kaufen. Es scheint zwar teuer, dann aber auch wieder nicht soooooo teuer gewesen zu sein. Und die Pläne, die er damit hat, sprechen auch eher dafür, dass das eine kluge Investition war. Vielleicht sollte man angesichts einer solchen Geschichte aber doch noch einmal über Gema und das ganze Zeugs sprechen. Vielleicht bekommen die Produzenten von Musik nämlich doch nicht genug vom Kuchen ab, den sie zu einem nicht unerheblichen Teil mitbacken. Aber das ist jetzt nur so eine Vermutung.

Klar wollen die Kids das ...

Party am Abgrund, Drogen und Techno

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Bettina Uzler hat ein Buch geschrieben: „Party am Abgrund“. Den Titel hat sich bestimmt der Verlag ausgedacht. Er trifft es nämlich nicht so richtig. Bettina Uzler schildert, wie sie ein paar Jahre ihres Lebens verbracht hat, mit Drogen und mit Techno. Und einigen Abenteuern! Ist schon eine ganze Weile her, muss irgendwann um 2000 passiert sein. Sie hat in besetzten Häusern in Berlin gelebt, kann oder konnte offenbar nicht besonders gut mit den Eltern, vor allem aber zog sie in Italien, Spanien und Tschechien mit der Freetekno-Bewegung von Teknival zu Teknival. Und diese Szene, nicht unbedingt die Drogenexzesse, sind das spannende an diesem Buch. Obwohl natürlich beides zusammenhängt. Read and rave on nach dem Klick ...

Xavier Naidoo bei der Sesamstrasse

Darf meinetwegen jeder über Xavier Naidoo lästern, wie er will. Habe ich früher auch öfter gemacht. Bringt aber gar nichts: Der Typ ist so eigen, dass ich ihm gar nichts krumm nehme. Seine Musik höre ich mir natürlich trotzdem nicht an, wozu auch? Auch nicht sein „Dubstep“-Projekt (hahaha!). Aber sein Auftritt bei der Sesamstrasse ist echt ... gut. Wirklich!

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

Dinky: Dimension D - Musik eines gefallenen Engels

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Manche Musiker werden im Lauf der Zeit schlechter. Andere besser. Und einige, ganz selten, so richtig gut. So wie Dinky. Man hatte in den letzten Jahren oft das Gefühl, dass sie eigentlich alles richtig macht, die richtigen Ideen hat, und auch ästhetisch den richtigen Ansatz wählt. Aber in der Umsetzung hakte es oft. Bei „Dimension D“, ihrem neuen Album, hakt nichts. Read and rave on nach dem Klick ...

Tanz der Woche

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

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P.S.: Müssen die nicht ins Gefängnis?

Wie hält Iris Hanika Techno aus? Gar nicht!

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Wir leben ja bekanntlich nicht mehr in der Zone, deshalb darf bei uns fast jeder fast alles. Auch über Techno schreiben, selbst wenn er (in diesem Fall: sie) davon gar keine Ahnung hat. Der Reihe nach: Iris Hanika ist für mich so ziemlich die langweiligste Autorin, die in der Riege langweiliger deutscher Autoren so zu finden ist. Sie hat sogar mit ihrer Seelenklempnerin gemeinsame Texte geschrieben. Das kann ja nicht gut gehen. Jetzt hat sich die in Berlin lebende 50-jährige Iris Hanika in einer österreichischen Zeitung über Techno ausgelassen, bzw. über „Techno-Dreck“, wie sie schreibt. Und schießt sich dabei selbst so weit ins Abseits, dass es mir eine Freude ist, das einmal auseinanderzunehmen. Ich darf das, denn, siehe oben, wir leben ja bekanntlich nicht mehr in der Zone. Read and rave on nach dem Klick ...

Medienrummel: Unbekanntes in der neuen Groove

Da ist sie ja schon wieder, die neue Ausgabe vom Groove-Magazin. Die schlechte Nachricht zuerst: Die neue Hotze-Episode fällt aus. Und dann doch nicht so richtig. Nur so viel sei verraten: Eine echte Katastrophe, die aber für uns Leser keine Katastrophe ist. Und sonst? Mit ihrer Daft-Punk-Geschichte hinkt die Groove sehr hinterher, das ist den Machern aber auch bewusst und hat weniger mit ihnen als mit einem verspäteten Interview zu tun. Ist aber nicht weiter wichtig, wird nämlich durch den Rest des Hefts wettgemacht. Read and rave on nach dem Klick ...

Fettes Brot machen einen auf D.A.F.

Neues Zomby-Album!

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Dauert noch ein paar Tage, dann gibt’s Neues von Zomby, dem Wonky-Dubstep-Whateva-Produzenten. Wie auch schon beim letzten Album auf dem 4-AD-Label. Und Vinyl-pre-order unter anderem bei Bleep. Die schreiben übrigens: „Zomby returns with an epic album of dance floor soul and after hours introspection for 4AD. Spread across two volumes, 'With Love' is cinematic in scope, filled with the mournful grate of strings, tinkling pianos, and beats that encompass dubstep depth, faraway breakbeat, and the more experimental, as well as his trademark 8-bit patter. Bold and emotionally complex, 'With Love' is perhaps Zomby's most accomplished statement yet.“ Bin gespannt!

K.I.Z. sind Adolf Hitler

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Die dürfen das, die sind K.I.Z.: „Ich bin Adolf Hitler“ heißt ein neuer Track auf ihrem neuen Mixtape, zu dem es auch ein neues Video gibt. Darin zu sehen: Oliver Polak (der darf das auch, der ist Jude) als ein nach 70 Jahren Winterschlaf aufgewachter Adolf Hitler, der mit seiner neuen Heimat Kreuzberg nicht so richtig klar kommt. Hitler geht immer, das weiß nicht nur der „Der Spiegel“, der im Video sein Fett weg kriegt. Man kann es vermutlich auch anders sehen, ich aber ich habe sehr gelacht, auch über die kleinen Dinge wie zum Beispiel ein Frei.Wild-Poster an der Wand von Polak/Hitler, über seine Pornobildchen und sein Hitler-Bärtchen, über sein Unterhemd und vor allem über das Ende des Videos. Hier jedenfalls kann man es sich ansehen.

Ein halbes Jahrhunder: Jeff Mills wird 50!

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So, jetzt ist es also so weit: Jeff Mills, Zauberer in Sachen Techno aus Detroit, Welt- und Weltall- Bürger, Science- Fiction- Begeisterter und was ich so mitbekommen habe: sympathischer Typ, wird 50. Kann man sich ja noch mal ein paar Gedanken über ihn und die „Jugendbewegung“ Techno machen. Aber wo fängt man da am besten an? Vielleicht beim 18. Juni 1963. Read and rave on nach dem Klick ...

Medienrummel: Disco im Musikexpress

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Der Musikexpress taucht hier auf dem Technoarm-Blog nicht allzu oft auf. Was daran liegen könnte, dass er in meinem Kopf als eher rocklastig abgespeichert ist. Und dann auch noch Springer (wie in Axel Springer Mediahouse). Dabei lese ich ihn eigentlich ganz gerne. Heute noch ein bisschen mehr. Hat er doch in der aktuellen Ausgabe (Juli 2013) eine große Disco-Geschichte am Laufen. Und mehr Techno, House und Dance als so manches „Fachmagazin“. Na ja, den aktuellen Entwicklungen kann man sich eben manchmal nicht verschließen. Read and rave on nach dem Klick ...

Namen, die uns nur halb vertraut vorkommen. Heute:

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Emika wunderbar trotz Wonderbra

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Die Überschrift hat leider nur zu exakt 74% mit dem zu tun, was hier in den nächsten Zeilen steht. Ein Wonderbra hat nämlich wirklich nichts verloren in einem Text, der sich mit dem neuen Emika-Album beschäftigt. Aber es war natürlich zu verführerisch, da so etwas in die Überschrift hinein zu dichten, außerdem bin ich gerade geistig nicht ganz auf der Höhe, was vermutlich daran liegt, dass ich seit 12 Stunden Musik aus basslastigen Nahkampf-Monitoren auf mich einschallen lasse. Aber genug des Vorgeplänkels! Read and rave on nach dem Klick ...

Tanith, der Walfisch und, nun ja, ich

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Wie heißt es doch so schön in einer (Radio-)Weisheit: Nie mit der Dummheit der Menschen rechnen, aber mit ihrer Vergesslichkeit. Fang ich doch gleich mal bei mir an: Bin ja nun auch nicht mehr 20 und kann in meiner Raver-Karriere ziemlich weit zurückschauen: Erste Acid-Parties 1987, dann mal eine Weile nichts, schließlich 1991 den Tresor für mich entdeckt. Und dann der ganze andere Berliner Krimskrams: E-Werk, Bunker, Walfisch. Stopp! Im Walfisch war ich nur drei Mal (also jedenfalls kann ich mich an drei Mal erinnern)! War aufregend, After-Hour-Locations kannte ich damals (tja, es muss 1993 oder ’94 gewesen sein) noch nicht. Read and rave on nach dem Klick ...

Depeche Mode, Teppichmode und Delta Machine

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München, Stuttgart, Frankfurt und auch Berlin haben es erst einmal hinter sich, jetzt kommen Leipzig, Hamburg und Düsseldorf dran: Depeche Mode ist auf Tour, ausverkaufte Stadien sind die Regel. Die Delta-Machine-Tour der Band, die vor über drei Jahrzehnten im englischen Basildon zusammenfand, mobilisiert die Fans – ein Blick auf Facebook, Twitter und Co. genügt, um das festzustellen. Einziges Problem: So richtig nah kommt den Musikern in den riesigen Arenen natürlich nicht. Eine Ausstellung in Berlin versucht es gar nicht erst und bekommt das trotzdem ganz gut hin. Read and rave on nach dem Klick ...

Wenn Soldaten tanzen

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Es gibt mal wieder eine neue CD. Ach nee! Sie heißt „Von G.I. Blues zu G.I. Disco“. Aber nicht die CD, sondern die gleichnamige Ausstellung des Berliner AlliiertenMuseums ist das interessante Ding. Zeigt sie doch, welchen Einfluss die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland stationierten amerikanischen Soldaten hatten. Wohlgemerkt: Nicht politisch oder militärisch, sondern kulturell – Musik, Mode, Lebensstil. Read and rave on nach dem Klick ...

Und ständig grüßt die Top-10!

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Deutscher Pop, deutscher Schlager, deutsche Singer-Songwriter – es geht gerade ziemlich „einheimisch“ zu in den deutschen Album-Charts. Welche Platten zu den zehn meistverkauften der Woche gehören, gibt’s hier zum Nachlesen. Viel wichtiger aber ist, was es zu diesen Platten zu hsagen gibt. Denn „gut verkauft“ heißt ja noch lange nicht „gut“. Meist ist das Gegenteil der Fall, wirklich. Read and rave on nach dem Klick ...

Tanz der Woche

Mal wieder Zeit für Top-10-Lästereien

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Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über die deutschen Album-Charts gut lachen: Wer sich da so alles tummelt! Abgehalfterte Pop-Sängerinnen, AC/DC-Kopisten, Jazz-Hobbits, liebeskranke Millionäre. Und auf Platz 1 ein echter Lichtblick. Ich habe das mal wieder aufgeschrieben, was mir in Sachen „meist verkaufte Alben der Woche“ so einfällt. Read and rave on nach dem Klick ...

Tanz der Woche

Tage wie dieser ...

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Ich muss mal kurz mit dem Tag abrechnen: Das ist echt unfair, dass einem früher 24 Stunden sehr, sehr lang vorkommen konnten, das mittlerweile aber nicht mehr tun. 24 Stunden? Ha, da lacht der Vielbeschäftigte und sagt, dass er locker auch 48 Stunden ausfüllen könnte. Wirklich? Ja, wirklich. Ob das alles sinnvoll ist, was man so tut, ist ja eine ganz andere Frage.
War vielleicht auch nicht so hilfreich, dass gerade mal wieder diese Geschichte mit den Menschen, die nur vier Stunden (war das jetzt am Tag oder in der Woche?) arbeiten und damit genug Geld verdienen. Read and rave on nach dem Klick ...

Paten-Techno!

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Time flies, sagt der Engländer. Ich sage: yes indeed! Gestern noch (also in den 80ern) haben wir uns über die langhaarige Hardrock-Fraktion lustig gemacht, die einfach nicht wahrhaben wollte, dass die Zeit ihrer Gitarrengötter vorbei war, heute sind wir selbst die Ewiggestrigen, die seit 25, 30 Jahren der elektronischen Musik nachhängen. Aber es ist ja auch zu verführerisch: In den Berliner Clubs laufen House und Techno (und ihr Dubstep-Nachwuchs), als wären diese Spielarten der elektronischen Musik nicht im letzten Jahrtausend, sondern gerade eben erst erfunden worden. Die Erfinder aber kommen selbst in die Jahre. Juan Atkins etwa ist auch schon 50. Ein Name, der ungerechterweise nicht soooo geläufig ist, dabei trägt Atkins zu recht den Titel „Godfather of Techno“, der Pate der Technomusik. Read and rave on nach dem Klick ...

Aphex Twin. Yeah!

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Gibt es eigentlich noch Menschen, die sich ganz und gar freiwillig eine Aphex-Twin-CD in den Player legen und sie am Stück durchhören. Also wirklich ganz und gar freiwillig, ohne beruflichen Zwang, ohne „damit man mitreden kann“, ohne „muss man mal wieder hören“? Einen kenne ich auf jeden Fall. Er freut sich gerade sehr, während er diese dürftigen, nicht besonders geistreichen Worte hier schreibt.

Nachtrag: Man glaubt es nicht, aber in meiner Euphorie habe ich es geschafft, zwei von drei Mal das für diesen Post nicht ganz unwichtige Wörtchen „Aphex“ falsch zu schreiben. Sollte jetzt aber korrigiert sein :-)

Götterspeise ...

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Ach, warum nur dieser Titel? „Götterstrasse“! Wenn er nicht wäre, dann könnte man, echte Ausnahme, tatsächlich mal ein Westbam-Album komplett loben. So aber bleibt hängen: Dieser seit Jahrzehnten in Berlin lebende Maximilian Lenz hält sich tatsächlich immer noch für den Größten. Das macht ihn, obwohl er doch eigentlich etwas ziemlich Sympathisches hat, auch ein bisschen unsympathisch. So war das allerdings schon immer: In den Rave-Anfangstagen pries Lenz alias Westbam den Beginn des DJ-Zeitalters und das damit verbundene Ende des Rock-Starkultes. Wenn es um die eigene Person und den eigenen Lifestyle ging, nahm es Westbam mit „No more fucking Rock’n’Roll!“ allerdings nicht ganz so ernst. Read and rave on nach dem Klick ...

Tanz der Woche

Daft Punk - Random Access Memories - Der Review!

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Da ist es also, das neue Daft-Punk-Album. Ganz schön viel Wind bei Facebook & Co! Und ziemlich schnell dann auch die ersten Urteile: Nicht gut, irgendwie lahm, langweilig, enttäuschend. Außer natürlich dieser eine Track namens .... (bitte an dieser Stelle beliebigen Namen eintragen. Da wurden etliche genannt), der sei nämlich doch sehr gut! Als dann heute, zwei Tage vor der offiziellen Veröffentlichung, der Stream von der Plattenfirma ankam, machte ich mich auf Grausiges gefasst. Und wurde komplett überrascht. Daft Punk? Da steh ich drauf, nach wie vor. Warum? Na darum:
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Tanz der Woche

Techno auf der Straße #7

Return of the oh so famous Rubrik „Techno auf der Straße“. Ist ja schon ein ganzes Weilchen her. Und so richtig fleißig war ich da offenbar auch nicht, wenn wir jetzt erst bei Nr. 7 sind. Aber da hier beim Technoarm, wo ich ja Chef und gesamtes Personal in einer Person bin, das Lustprinzip reagiert und nicht die Zwangsversteigerung, mache ich es grad so, wie es mir gefällt. Und da gefällt mir jetzt eben in der Kastanienallee in Berlin-Mitte entdecktes Plakat: Hotze (der bemitleidenswerte, von Bringmann und Kopetzki erfundene und gezeichnete Partygänger) und die Wilde Renate (ein Club, der so heißt, darf gar nicht näher erklärt werden - so wird der Mythos bei allen, die noch nie da waren, immer größer!) dachten sich da, sie versuchen es mal miteinander. Und so soll es ja auch sein. Also: Party am 23. Mai 2013: vermutlich gut, weil auch mit Lesung. Plakat: gut. Kastanienallee: war schon mal besser (aber auch schon mal schlechter). Meine Laune: auch gut. Techno auf der Straße? Sehr gut!

TFZTT: Technofreie Zone Top-10

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Die elektronische Tanzmusik, im Volksmund auch Techno genannt, hat in den deutschen Albumcharts nicht viel zu melden. Ab und zu verirrt sich mal ein DJ Antoine oder einer von den anderen Rummelplatz-Bummsköpfen in die Top-10, aber da denkt man dann ja: Lieber gar kein TechnoElectro als so was! Trotzdem: Es gibt ja auch ein Leben neben dem elektronischen („Niemand ist eine Insel!“). Und irgendwie hat es eine ungemein reinigende und erfrischende Wirkung, sich über das, was sich in Deutschland gut verkauft, aufzuregen. Oder, eher selten, sich auch mal zu freuen. So wie jetzt: deutsche Album-Charts der Woche, fachkundig (!) kommentiert. Read and rave on nach dem Klick ...

Medienrummel: Die neue De:bug für den Mai

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Die De:bug begleitet mich schon ziemlich lange. Wenn ein neues Exemplar in meinem Briefkasten liegt, dann ist das meist ein Anlass zur Freude, geärgert habe ich mich noch nie. Kann mir auch nicht vorstellen, dass das mal passieren wird: Diese Mischung aus relevanten Themen aus dem Hier und Jetzt oder sogar von morgen plus elektronische Musik und Cubkultur ist genau mein Ding. Auch im neuen Heft. Großes Thema: Was kommt nach Touch-Interfaces? Ich muss dann immer gleich an Science-Fiction-Filme denken und wie sie da in der Luft Grafiken, Fotos, Karten, Videos hin- und herschieben. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Außerdem soll es ja sehr anstrengend sein, die ganze Zeit seine Arme unnatürlich hoch zu halten. Spricht also nicht gerade dafür. Aber die De:bug weiß mehr. Und sonst so? Mike Skinner, Miles, Bicep, Miles Whittaker, Frankfurter Musikmesse und ein bisschen Mode. 4€. Gefällt mir.

Deep House, tiefer als der Mariannengraben!

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Deep House. Was genau soll das eigentlich sein? Zu meiner Schande muss ich gestehen: Ganz genau weiß ich das selbst nicht zu definieren, auch wenn ich den Begriff immer und immer und immer wieder in den Mund nehme, meist in einer meiner Radioshows. Auch mein Technolexikon und Wikipedia helfen nicht weiter. Denn, klar, dass es House Music mit etwas tiefsinnigerer Anmutung (Technolexikon) oder eine langsamere und melodieorientierte Stilart des House ist (Wikipedia), das hilft einem auch nicht so richtig weiter. Was allerdings helfen könnte: Am Samstagabend ab 20 Uhr Electro Royale auf ByteFM hören. Denn dann spiele ich einfach zwei Stunden lang Tracks, die für mich deep und house und damit Deep House sind. Und dazu erzähle ich auch noch was. Das Motto der Show: Deep House, tiefer als der Mariannengraben. Fein, oder? Also hier noch mal zum Mitschreiben: Samstag, 11. Mai, 20 bis 22 Uhr, Electro Royale mit Martin Böttcher auf ByteFM. Tune in! Read and rave on nach dem Klick ...

Tanz der Woche

The Return of Electroclash!

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Musikjournalisten lieben Schubladen – und Musiker, wenn es denn nicht um sie selbst geht, ja eigentlich auch. Kein Wunder also, dass ständig neue Genres mit möglichst griffigen Namen erfunden werden. Electroclash war so ein Modebegriff, dahinter verbarg sich elektronische Musik, in der Gitarren und New Wave auf moderne Produktionsmöglichkeiten trafen. Punk plus elektronische Tanzmusik, wenn man so will. Zufall oder nicht: Gleich drei Protagonisten der 10, 15 Jahre alten Bewegung haben jetzt neue Alben veröffentlicht. Die Französin Caroline Hervé alias Miss Kittin ist wohl die bekannteste. Read and rave on nach dem Klick ...

Top-10-Time!

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Ick weeß ja ooch nich: Spielen die Charts überhaupt noch eine Rolle? Wenn ja, dann kann dem musik- interessierten Menschen Angst und Bange werden: Unglaublich, was sich da alles an Mist in der Gruppe der meistverkauften und -downgeloadeten Alben findet. Aber auch immer wieder krasse Alben, die so fern vom Mainstream sind, dass man sich fragt, ob Middle-of-the-Road-Radiosender wirklich so richtig liegen. Platz 1? Dreck. Aber bitte selber checken. Read and rave on nach dem Klick ...

Dem Hype ein Schnippchen geschlagen!

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Vielleicht hat es sich schon rumgesprochen: Ich bin großer Fan von Vegard Vinge und seinem Extremtheater. Und jetzt gab es endlich Neues von ihm und seiner Mitstreiterin Ida Müller (ein Mensch namens Trond Reinholdtsen mischt auch mit, ich glaube, er sorgt für Geräusche und Musik). Große Verwirrung jedenfalls bei der Premiere ihres neuen Stücks, wie gehabt im Prater der Berliner Volksbühne angesetzt. „Das 12-Spartenhaus“ heißt das Ganze. Und was soll ich sagen? Grande Enttäuschung bei dieser Premiere. Dreieinhalb Stunden durften wir im Foyer ausharren und wurden dann nach Hause geschickt, ohne dass sich die Türen zu Zuschauerraum und Bühne geöffnet hätten. Schlauer (also in Sachen „Was ist eigentlich ein 12-Spartenhaus?“) war danach auch keiner. Read and rave on nach dem Klick ...

Wasser liebt Techno, Techno liebt Wasser

Wasser ist ein ganz besonderer Stoff: Der einzige zum Beispiel, der auf der Erde in natürlicher Form in allen drei Aggregatzuständen vorkommt: flüssig, fest, gasförmig. Was das mit dem Technoarm zu tun hat? Ein bisschen: Heute Nacht in der „Tonart Club“ im Deutschlandradio Kultur (kurz nach 2 bis 5) spiele ich jede Menge Tracks, die Wasser in sich haben. Denn die Clubmusik, zumindest die, die sich für elementare Wahrheiten interessiert, hat Wasser immer wieder thematisiert: Zum Beispiel in den afro-futuristischen Phantasien des Unterwasser-Projekts Drexciya, dessen Werke gerade neu abgemischt noch einmal veröffentlicht werden. Oder im „Underwater Dancehall“ des englischen Dubstep-Produzenten Pinch. Oder, ganz aktuell, in Songs der kühlen Garage-Soul Diva Jessie Ware und des US-Bass-Music-Projekts Sepalcure. Sie alle und viele mehr sind heute Nacht ab kurz nach zwei zu hören Also: eingetaucht!

Pläne, Pläne, Pläne!

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Ganz schlimm finde ich ja diese Leute: Die, die sich vor ein Bild (gerne ein „modernes“) stellen, ein künstlerisches Foto ansehen oder auch Musik hören und dann sagen: „Kann ja jeder!“ Aber wir wissen: Moderne Kunst, Fotografie, (elektronische) Musik sind ja die Summe aus „kann ich auch!“ plus „haste aber nicht!“ Warum ich das schreibe? Weil ich gerade mal wieder über diversen Projekten, die man so angehen könnte, grüble. Und diesen zweiten Teil, dieses „haste aber nicht!“, überwinden muss. Dann gibt’s bald Musik, Filme und noch mehr Geschriebenes auch, aber nicht nur hier beim Technoarm. Fein, oder? Und jetzt erst mal ab in den Bierhof Rüdersdorf.

Ja, ja, Attacke. Is klar, Lexy und K-Paul

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Ein halbes Raverleben gibt es dieses Berliner Duo schon. Und man muss wohl sagen: Seit dem Debütalbum vor fast 13 Jahren hat sich im Sound von Alexander Gerlach (Lexy) und Kai Paul (K-Paul) nicht viel geändert: Ist halt irgendwie so Technoelectro, wie ihn Westbam einst groß machte – und bei Westbams Label „Low Spirit“ sind auch die beiden groß geworden.
Worin genau die im Titel ihres neuen Albums beschworene „Attacke“ bestehen soll, wird allerdings ein ewiges Rätsel bleiben: Es geht weder besonders hart noch besonders schnell noch besonders aggressiv zu. Warum einen das trotzdem interessieren könnte? Lexy und K-Paul haben ein Händchen für Atmosphäre und lassen ihre Tracks ganz gut schwingen. Und für ihre poppige Seite muss man sie ja auch nicht gleich ins Gefängnis stecken.

Medienrummel: Die neue Groove für den Mai

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Geht das nur mir so? Die Zeit scheint unglaublich schnell voran- zuschreiten. Jetzt ist gerade die neue „ Groove“ erschienen. Mai/Juni-Ausgabe! Dabei lag doch letzte Woche noch Schnee! Mir egal, ich fahre erstmal zum Skilaufen, halte so die Zeit an und werde mir auf der Piste die dem Heft (Heft - sagt das noch jemand?) beigelegte CD anhören. Schließlich sind dort, unter anderem, Tracks von David August, Trus’me und dem Black Jazz Consortium zu finden. I like. Und sonst so? Read and rave on nach dem Klick ...

Raus aus dem Dunkeln

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Ist ja immer so eine Sache, das mit den Albumname, vor allem bei Debütalben: Peinlich darf’s nicht klingen, mit einem selbst soll es was zu tun haben, vielleicht sogar noch eine Botschaft verkünden – frei nach dem Udo- Lindenberg- Motto „Ich mach mein Ding“. Aber „Ich mach mein Ding“ geht ja nicht: Ist erstens schon vergeben und zweitens innerhalb der Clubkultur alles andere als cool. Auch wenn es natürlich genau darum geht. Oliver Deutschmanns Ding ist Techno. Read and rave on nach dem Klick ...

Alle Wochen wieder: Top 10!

Foto von labusa / flickr.com / cc-Lizenz 2.0
In den folgenden Zeilen geht es um unter anderem um Stehauf- männchen, Synthie-Dinosaurier, Kaufhaus- durchsagen, ein Mittel gegen Depressionen und die zehn meistverkauften Platten der Woche! Die aktuellen Album-Charts und was einem dazu so alles einfallen kann. Viel? Sehr viel? Gutes? Eher weniger. Read and rave on nach dem Klick ...

James Blake, Lieblingsheulsuse

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Als vor zwei Jahren das Debütalbum von James Blake herauskam, waren sich so ziemlich alle einig: Großartig. Den mit angezogener Handbremse vorgetragene hohe gospelähnliche Gesang und die tiefen, vor sich hinwobbelnden Bässe hatte man so noch nicht gehört – diese Kombination war neu und gut. Jetzt, zwei Jahre später, präsentiert der 24-jährige Engländer sein neues Album: Overgrown. Read and rave on nach dem Klick ...

DJ Koze hat Angst, Amygdala sei Dank!

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Das Leben ist schön und die Menschen unterschiedlich. Nicht alle interessieren sich für die gleichen Sachen, nicht alle reden überhaupt über die gleichen Sache. Hier beim Technoarm würde ich jetzt zum Beispiel schreiben: „Lasst uns über DJ Koze reden.“ Und die meisten wüssten wohl, wer dieser Koze ist und was er so gemacht hat und dass sein Name nichts zum Lachen ist. Beim Deutschlandradio, wo ich ja auch gerne mal meine Zeit verbringe, ist das etwas anders: Da muss man - Achtung, Radiosprech! - den Hörer abholen. Und deshalb ist da ein Text wie der folgende über DJ Koze entstanden: Read and rave on nach dem Klick ...

Depeche Mode, die Meister des Schönhör-Pops

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Wer in den 80ern jung war, wird sich vielleicht erinnern. Nein, nicht an Depeche Mode, von denen wird gleich noch die Rede sein, sondern an das „Riverboat“.. Eine Diskothek auf dem Dach eines Gebäudes am Fehrbelliner Platz in Berlin-Wilmersdorf und zwar eine mit verschiedenen Tanzflächen und DJs. Die Erinnerung ist schon ein bisschen verblasst, aber es gab dort verschiedene „Unter-Boote“, kleine Räume mit jeweils eigenem DJ und eigenem Stil: Black Music, Pop, Rock und wenn man ganz nach hinten durchging, dann landete man im „Mantic-Boot“. Hier trafen sich die so genannte New Romantics, Vor- oder Mitläufer der Gruftis, auf dem Weg von England nach Berlin hatten sich die scharfen Trennlinien zwischen diesen Jugendkulturen wohl ein wenig verwischt. Und immer, wenn Depeche Mode damals ein Album rausbrachten, herrschte Ausnahmestimmung im „Mantic-Boot“: die Musik wurde in den ersten Tagen danach rauf und runter gespielt, öfter als ohnehin.
Das Riverboat gibt es lange nicht mehr. Depeche Mode dagegen schon und das grenzt, aus damaliger Sicht, an ein Wunder. Read and rave on nach dem Klick ...

Medienrummel: Die neue De:Bug für den April

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Die neue De:Bug ist da! (Ach nee, hätte man nach dieser Überschrift und dem Foto an der Seite wohl kaum gedacht!) Und nicht nur, dass sie wirklich sehr gut mit Flat Eric harmoniert, nein, sie hat auch noch ein paar wirklich gute Themen im Angebot. Ob das schon der neue Redakteur ist, den sie zum Jahrensende 2012 gesucht hatten? Und ist das dann eigentlich Timo Feldhaus geworden? Egal, Nebenschauplätze, das wirklich Wichtige folgt jetzt: Read and rave on nach dem Klick ...

Da hat wohl wieder jemand die Spendierhosen an

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So, da wären wir also mal wieder bei einem dieser Blogeinträge, die ohne feste Richtung anfangen, in der Hoffnung, dass mir die eigentliche Botschaft, die ich verbreiten möchte, noch klar wird. Schuld ist Jeans Team aus Berlin, die man infantil-doof oder genial-verspielt oder irgendwas dazwischen finden darf. Ich finde sie sehr, sehr, sehr gut und ich habe das Gefühl (jetzt werden sie sich hoffentlich erst einmal ins Knie schießen, denn so etwas möchten Künstler normalerweise nicht hören), so ziemlich mit Franz Schütte und Reimo Herfort auf einer Wellenlänge zu sein. „Keine Melodien“, ihren größten und bald auch schon wieder eine Generation her seienden Hit, fand ich poppig und überdreht - damals genau das richtige. Vergangenheit, seitdem geht es immer mehr in Richtung ... ja, in welche Richtung eigentlich? Simpler Electropop mit Neue-Deutsche-Welle-artigen Texten vielleicht. Je weiter sich die beiden von dem, was man als „cool“ ansehen kann, entfernen, desto besser und relevanter ist das eigentlich, auch auf ihrem neuen Album. Und da wären wir also endlich beim Thema: Read and rave on nach dem Klick ...

Alle Wochen wieder: neue Top-10-Gedanken

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Musik ist bekanntlich Geschmacksache, das ist zwar eine Floskel, aber dafür nicht weniger wahr: Was der eine mag, ist dem anderen ein Gräuel. Aber heißt das, dass man sich sich über Musik nur noch ganz und gar sachlich äußern darf, schließlich ist ja alles erlaubt? Im Gegenteil: Nichts ist schöner, als den eigenen Geschmack als einzig gültigen Gradmesser anzusehen und offen rauszulassen, was man gut und was man schlecht findet. Und damit kommen wir zu den ersten zehn Plätzen der deutschen Album-Charts - und was es über diese Platten zu sagen gibt: Read and rave on nach dem Klick ...

Zwei Männlein stehen im Walde

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Beim allerersten Durchhören von „A Forest“, dem Gemeinschafts- produkt von Nayan Soukie und Fritz Windish, tat sich nicht viel bei mir. Gefällige, nicht allzu schnelle House-Beats, liebliche Melodien und eine ziemlich glatte Produktion, so meine ersten Gedanken. Allerdings hatte ich einen Fehler begangen und „A Forest“ ziemlich leise auf einer kleinen Kompaktanlage gespielt. Beim zweiten Mal kam die große Stereoanlage mit den guten Boxen zum Einsatz, es wurde lauter gedreht und Bier gab es auch noch. Ein Unterschied wie Tag und Nacht! Read and rave on nach dem Klick ...

Götterspeise ... ach nee, Götterstraße!

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Als mir neulich jemand schrieb, Westbam, der alte Low-Spirit-Plattenaufleger, hätte ein neues Album in der Mache, hielt ich das für einen Witz. Und nicht unbedingt für einen guten. Zwar fand ich ihn persönlich immer cool, aber das, was er sagte und spielte und machte dann doch irgendwann nicht mehr (kein Widerspruch - ich habe ihn früher beim Radio öfter getroffen und da war er, wie gesagt, immer cool. Aber was er dann später sagte und spielte und machte ...) Jetzt habe ich aber gerade sein neues Video gesehen, ein Vorabsong zu jenem neuen Album namens „Götterstraße“ - „You Need The Drugs“ (war ja klar, dass das was mit Drogen zu haben musste) und finde es ziemlich gut. So sehnsüchtig-melancholisch, gut möglich, dass es auch eine Reaktion auf David Bowies gerade veröffentlichtes „Ich erinnere mich an das Berlin von früher“-Video ist. Gerne hätte ich es hier gepostet. Aber das geht (noch) nicht - nur ein Link zu tape.tv, wo man es sich ansehen kann.
Direktlink zu Westbams „You Need The Drugs (feat. Richard Butler“

Neue Top-10-Gedanken ...

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Hip Hop. Schlager, Singer-Songwriter und ein musikalisches Beruhigungs- mittel erwarten uns in den nächsten Minuten. Denn es ist mal wieder „Top 10“-Zeit. Mein Gott, was ist nur mit den Leuten los, die in Deutschland Musik kaufen? Wer hat denen gesagt, dass man sein Geld vor allem für Mist ausgeben soll? Ich war’s nicht! ich sage genau das Gegenteil! Read and rave on nach dem Klick ...

Herr Meinhold und die Techno-Spasten

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So wie auf diesem Bild an der Seite stelle ich mir in etwa einen Zweifelturm vor: Ein riesiges Bauwerk, das nichts für bare Münze nimmt, sondern sich seine eigenen Gedanken macht. Nun wissen wir natürlich genau, dass sich Türme, genau wie alle anderen Bauwerke, über nichts und niemanden Gedanken machen, weil sie gar nicht denken können. Der wahre Zweifelturm aber kann denken, denn dahinter verbirgt sich ein gewisser Herr Meinhold, den ich schon seit Ewigkeiten kenne. Also mindestens seit 15 Jahren. Warum er sein Blog „Zweifelturm“ genannt hat, weiß ich nicht, ich hätte ihn an seiner Stelle „Herr Meinhold“ betitelt. Aber das ist ja seine Sache. Dass er schreiben kann, hat er nicht nur mit seinen eigenen Büchern bewiesen, sondern kann man dann auch gleich im Zweifelturm nachlesen. Nur eines sollten wir ihm nicht vergeben: Für meinen Geschmack spricht und schreibt er zu oft über „Techno-Spasten“. Das gehört sich nicht ;-) Read and rave on nach dem Klick ...

Top-10-Gedanken ...

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Einmal die Woche kommt sie, die Liste, auf der die erfolgreichsten Alben stehen. Welche sind das diese Woche? Und was haben Heino, Andrea Berg und Matthias Reim damit zu tun? Gibt es einen Techo-Faktor? (Ja, gibt es.) Und was muss man noch darüber sagen? Denn schließlich bedeutet erfolgreich ja nicht gleich gut. Read and rave on nach dem Klick ...

Und noch einmal: Mokke

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Ich muss noch mal über Mokke und auch noch einmal über Temperatur von Musik reden. Oder schreiben. Seit der Synthesizer in die Probenräume und Studios einzogen ist, gibt es nämlich immer wieder Stimmen, die behaupten, elektronische Musik sei hart, unmenschlich, gefühllos, distanziert und vor allem: kalt. Eiskalt sogar. Natürlich gibt es elektronische Musik, die all das ist. Aber das hat nichts mit den Instrumenten an sich zu tun, sondern liegt am Musiker und wie genau er seine künstlerischen Visionen umsetzen kann, falls er denn welche hat. Mokke hat definitiv solche Visionen und auch das Können, sie in Klang umzuwandeln. Read and rave on nach dem Klick ...

Medienrummel: Die neue De:Bug

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Hier beim Technoarm werden Versprechen noch eingehalten (um dann schließlich doch wieder gebrochen zu werden, aber das ist eine andere Geschichte): Der „Medienrummel“ geht weiter. Und zwar mit der neuen Ausgabe der De:Bug, die sich ja laut Selbstaussage immer den elektronischen Lebensaspekten widmet. Tut sie auch diesmal: Auf dem Titelblatt Atom.TM (alias Uwe Schmidt alias Senor Coconut), innen drin fand ich am spannendsten die Geschichten über die „vier Reiter der Infokalypse“ (Amazon, Apple, Google, Facebook) und über das, was Drohnen eventuell bald noch alles machen und können und tun werden. Wilder Abschluss des Ganzen: Anton Waldts Kolumne „Für ein besseres morgen“, diesmal überschrieben mit „Nackt auf Pille am Arsch der Welt“. Ist genauso wild, wie man bei dem Titel vermuten könnte.

Nina Kraviz' verschwundener Facebook-Eintrag

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Das ist ja richtig aufregend: Gestern noch las ich einen Facebook-Eintrag der russischen Produzentin und Plattenauflegerin Nina Kraviz, in dem sie fragte, ob jemand ihre Doppelgängerin aus der Panorama Bar im Berliner Club Berghain kennen würde. Heute ist der ganze Post verschwunden, vermutlich, weil erstens jede Menge Menschen (über 100.000 Facebookern gefällt „Nina Kraviz“) diese Doppelgängerin schon mal gesehen haben wollen, zweitens, weil dann auch Namen genannt wurden, von denen niemand weiß, ob die Personen dahinter überhaupt an die Öffentlichkeit wollten, ob sie wirklich wie Nina Kraviz aussehen und ob sie sich überhaupt in der Panne-Bar rumtreiben. Read and rave on nach dem Klick ...

Platten machen doch glücklich ...

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Weil’s gerade passt: Ein paar Worte zu einer Selbst- verständlichkeit, die sich trotzdem besonders anfühlt. Seit langem mal wieder war ich Platten kaufen. Schallplatten. Also die aus Vinyl. Keine Alben, die man sich noch als „Sammlerstücke“ oder „kommende Raritäten“ schön reden kann, sondern das richtige Zeug: 12-inches, gerne auch Maxis genannt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich sie nur ein paar Mal auflegen werde, vor allem bei mir zu Hause, vielleicht, wenn es sich ergibt, sogar im Club. Und dann werden sie zu den anderen zigtausend Scheiben gestellt, die meine Wohnung kleiner erscheinen lassen, als sie eigentlich ist, und niemals wieder rausgeholt. Gekostet hat mich der Spaß 70 Euro und 25 Cent für sieben Platten und exakt sieben Tracks, die mich wirklich interessieren, der Rest sind eher typische B-Seiten bzw. A-Seiten, die ihr Versprechen nicht halten. Read and rave on nach dem Klick ...

Medienrummel: Groove März 2013

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Es ist schon ewig her, dass ich hier in der allseits beliebten Rubrik „Medienrummel“ (die Älteren unter uns werden sich erinnern) etwas schrieb. Aber so kann es ja nicht weitergehen. Und da kommt die neue Ausgabe der Groove gerade recht. Was gibt es über sie zu sagen? Es ist die 50. Ausgabe, der eine der CD beiliegt. Exklusive Tracks, nicht unbedingt die größten Hits, aber immerhin. Außerdem Aufschlussreiches über die Musik-Online-Datenbank „Discogs“ (ohne die bei mir gar nichts mehr läuft), über das neue Album von The Knife, das ja noch ein paar Wochen braucht, bis es kommt, über DJ Koze. Fotostrecke beschäftigt sich mit Fundstücken aus dem Club. Und wie immer gut: Hotze-Comic. Fünf Euro, die gut angelegt sind.

Was man schon immer über die erfolgreichsten Alben wissen wollte

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Charts - braucht die noch jemand? Schwer zu sagen, denn so richtig aussagekräftig sind sie ja nicht: Manchmal reichen schon ein paar tausend verkaufte CDs und eine Band landet in der Top-10. Manchmal sind aber selbst zehntausende verkaufte Alben nicht genug, um ganz oben hinzugelangen. Trotzdem: Charts, auch und gerade die deutschen, können sehr unterhaltsam sein. Vor allem, wenn man die richtigen Schlüsse aus ihnen zieht. Und das tut der Technoarm einmal die Woche, immer dann, wenn es neue Listen gibt (im Radio übrigens auch, da dann noch mit der passenden Musik, und zwar immer Sonntagvormittags gegen 9.40 Uhr im Deutschlandradio Kultur). Read and rave on nach dem Klick ...

Mit dem Techno-Wikinger ist nicht zu spaßen

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Um es kurz zu machen: Ich hatte mich hier beim Technoarm ja auch schon mal (wie eine Milliarde andere) mit dem Techno-Wikinger oder auch „techno viking“ beschäftigt. Ihr wisst schon, der muskulöse und unbesiegbar scheinende Mann, der vor über einem Jahrzehnt auf der Fuck Parade in Berlin beim Tanzen und Laufen und Posen gefilmt und Jahre später durch diesen Film zum Internet-Star wurde. Zum unfreiwilligen Star, muss man da wohl schreiben. Denn der Techno-Wikinger hat den Filmer, einen Künstler namens Matthias Fritsch, verklagt. Das Ganze wurde vor einem Berliner Gericht verhandelt und ist jetzt, wo ich das schreibe, noch nicht endgültig geklärt. Klar ist nur: der Techno-Wikinger versteht keinen Spaß, wenn es um diesen Film geht, der so unglaublich vielen Menschen unglaublich viel Spaß brachte. Read and rave on nach dem Klick ...

Swayzak, aber nicht zu Swayzak: S_W_Z_K

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Schräg: folgenden Text habe ich schon vor Monaten geschrieben, aber irgendwie vergessen, ihn hier beim Technoarm reizustellen. Was unentschuldbar ist. Denn zum einen handelt es sich hier wirklich um Techno. Und zum anderen hat das auch noch was mit Swayzak zu tun, der Mutter aller Tech-House-Duos und erklärter Liebling des Technoarm-Verantwortlichen, also von mir. Dann also: spät, aber hoffentlich nicht zu spät. Read and rave on nach dem Klick ...

Mokke versteckt sich nicht mehr

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Tomoki Ikeda alias Mokke ist DJ, Produzent und musikalisches Multitalent. Vor allem aber ist Mokke Japaner und dementsprechend höflich und bescheiden. Seine zweite Heimat Berlin hat aber auch Spuren hinterlassen. Allerdings brauchte Mokke mehr als zehn Jahre, um sich mit dem inoffiziellen Motto dieser manchmal harten Stadt anzufreunden: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“. Read and rave on nach dem Klick ...

Lost Sirens: New Order in alter Ordnung

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Streit. Zerwürfnis. Kontaktabbruch. Egal wie man es nennt: Die Popmusik ist reich an Geschichten von Bandmitgliedern, die einfach nicht mehr miteinander konnten oder wollten. Bei New Order, der englischen New-Wave-Rock-Pop-Band, die Hits wie „Blue Monday“ geschaffen hat, stritt man sich schon, bevor man überhaupt unter diesem Namen zusammenkam. Es dauerte dann aber doch 27 Jahre bis zum endgültigen Bruch zwischen Sänger Bernard Sumner und Bassist Peter Hook – Hook verkündete 2007, dass er genug habe. Jetzt ist ein Album herausgekommen, auf dem sie alle, Sumner, Hook und die anderen, zusammen zu hören sind – mit hoher Wahrscheinlichkeit zum allerletzten Mal. Die Songs auf „Lost Sirens“ stammen allerdings auch aus dem Jahr 2005. Read and rave on nach dem Klick ...

Hommé - vorsichtig auf die Ohren

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Klassikfreunde dürfen mich jetzt gerne prügeln, aber ich bleibe dabei: Das Cello ist eins der uncoolsten Instrumente überhaupt. Cellisten erinnern in ihrer Haltung an den berühmt-berüchtigten Affen auf dem Schleifstein und fast alles, was sie ihrem Oskar-Matzerath-Kontrabass an Tönen entlocken, darf meiner Ansicht nach in die Tonne getreten werden. Außer, man macht es so wie Hendrik Vaak und Piotr Piesak, die ihr gemeinsames Projekt „hommé“ nennen. Piesak kommt aus Polen und ist einer dieser Cellisten, Vaak kann man als groß gewordenes Berliner Technokind sehen, das seine ersten musikalischen Gehversuche im Tresor unternommen hat und das seit Jahren als Teil des Techno-Kollektivs „Sender Berlin“ unterwegs ist. Read and rave on nach dem Klick ...

Filterwolf ravt sich den Wolf

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Hmm, was ist das wohl für ein Tier, dieser Filterwolf? Eines, das einsam an seinen Gerätschaften sitzt und um seine Beute kreist? Wenn dem so sein sollte, dann heißt diese Beute wohl „Groove“ oder „Sound“. Denn auch wenn der Albumtitel anderes verheißt: Die großen Rave-Momente hält der Filterwolf in seinem Maschinenpark zurück, in seinen Tracks geht es – zum Glück - um Stimmung und Atmosphäre. Nein, kein Ambient-Chill-Out-Gewaber, sondern intelligenter Techhouse, der eine eigene Note und jede Menge ungewöhnliche Sounds abseits der Techno-Klischees aufzuweisen hat. Read and rave on nach dem Klick ...

Jeff Mills zaubert ein Buch

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Über 300 Seiten dick und exakt so groß wie eine Schallplatte. Ein Buch, mit dem der Technopionier Jeff Mills aus Detroit das 20. Jubiläum seines Plattenlabels feiert: „Sequence – A Retrospective of Axis“ heißt das Werk, das vor allem aus Fotos besteht – und einem kreditkartengroßen USB-Stick. Da findet sich dann Musik aus den letzten 20 Jahren, Musik, die Jeff Mills produziert hat. Sequence, die Geschichte seines Plattenlabels Axis in Bildern und Musik. Read and rave on nach dem Klick ...

Kraftfuttermischwerk? Braucht Hilfe!

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Man kann das im Verlauf der letzten Jahre sehr schön sehen: Mal habe ich viel Zeit und viel Lust, am TECHNOARM weiterzuarbeiten. Und dann wieder ruht die Seite auch mal für eine oder sogar zwei Wochen. Deshalb schaue ich auch immer sehr neidisch auf Ronny Kraak, dessen Kraftfuttermischwerk über all die Dinge schreibt, die mich interessieren (von Techno bis Zombies und alles dazwischen, sage ich jetzt mal). Aber auf seiner Seite stehen wohl jeden Tag mehr interessante Dinge als bei mir in einer Woche. Auf eine Sache bin ich allerdings gar nicht neidisch und das ist sein aktueller Streit um angeblich verletzte Copyrights. Selbst wenn alles gut ausgehen sollte, dürfte ihn das eine Stange Geld kosten. Aber er wehrt sich und sammelt dafür Geld ein. Wer noch nichts von dem Fall gehört hat, Abmahnungen im Netz hasst oder einfach nur mal seine solidarische Seite zeigen will: Hier steht die ganze Geschichte. Und auch, wie man helfen kann.

Eurosonic? Da geht doch was!

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Was vor 27 Jahren als musikalischer Schlag- abtausch zwischen einer Handvoll lokaler Bands begann, gilt mittlerweile als die wichtigste europäische Musikkonferenz: Das Eurosonic Festival im niederländischen Groningen. Vier Tage, von Mittwoch bis Samstag, war ich dort, schön untergebracht in einem Hotel-Bunker, und ließ mir unter anderem erzählen, wie Eurosonic-Chef Peter Smidt sich das Spektakel 1986 ausgedacht hat.
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Der tanzende Plastikbecher

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Das da auf dem Foto sind C2C, vier Franzosen, die auf ihren CD-Spielern scratchen und auf ihren Effektgeräten effekten (oder wie auch immer man das nennen soll) und insgesamt eine ganz schöne Mischung aus Electro, Hip Hop, Disco und dem ganzen anderen Scheiß hinbekommen. Gerade eben (Mittwochabend) haben sie im holländischen Groningen einen von zehn EBBA gewonnen (EBBA heißt European Border Breakers Awards und ist für Bands, die die Grenzen ihres Heimatlandes überschreiten und auch außerhalb bekannt werden). Ich war bei der Preisverleihung in Groningen, die von der englischen Fernsehfratze Jools Holland moderiert wurde, dabei. Und habe beim Auftritt von C2C die Videokamera angehabt. Aber nicht die Band, sondern die Plastikbecher auf der Bar haben mich interessiert. Read and rave on nach dem Klick ...

Der DJ von heute - Künstler oder Dienstleister?

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Der Diskjockey als Beruf - seit mindestens 80 Jahren gibt es Leute, die ihr Geld mit dem Musikauflegen verdienen! Mancher Jugendliche glaubt, DJ sei ein Traumjob, aber das heißt noch lange nicht, dass der Discjockey hundertprozentig gesellschaftlich akzeptiert ist. Und das weiß ich aus eigener Erfahrung. DJ, so will es nämlich das Klischee, ist ein netter Nebenberuf für vor allem männliche junge Nichtsnutze, die noch nicht wissen, was sie aus ihrem Leben machen sollen. Schön, wenn der ein oder andere dabei zum Großverdiener wird. Aber das macht es ja noch nicht zur Kunst. Read and rave on nach dem Klick ...